Nach einem Anschlag in Malazgirt in der osttürkischen Provinz Muş ist ein Mitglied der türkischen Gendarmerie seinen schweren Verletzungen erlegen. „Terroristen“ hätten das Auto von Arslan Kulaksız am Montagabend beschossen, berichtete die Nachrichtenagentur DHA unter Berufung auf den Provinzgouverneur. Im Wagen hätten sich auch die Ehefrau und die Tochter des Opfers befunden. Die Tochter sei leicht verletzt worden, die Frau sei unverletzt geblieben.

Die Familie sei auf dem Rückweg von einem Besuch bei Freunden gewesen, Kulaksız sei wegen einer Panne aus dem Auto gestiegen und sei dann in einen Hinterhalt geraten. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Es gab inzwischen 10 Festnahmen in diesem Zusammenhang. Die Personen sollen Verbindungen zur PKK haben, berichten türkische Medien.

DHA berichtete weiter, in der Provinz Ağrı nahe der iranischen Grenze hätten Mitglieder der Terrororganisation PKK eine aus dem Iran in die Türkei führende Gaspipeline in Brand gesetzt. Daraufhin sei es zu einer Explosion gekommen. Wie der türkische Energieminister Taner Yıldız nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu am späten Montagabend erklärte, gehe die Regierung von Sabotage aus. Das Feuer habe nach kurzer Zeit gelöscht werden können. Nach einer Reparatur werde wieder Gas durch die Pipeline fließen. Die PKK äußerte sich zunächst nicht zu dem angeblichen Sabotageakt.