Beim Absturz zweier türkischer Kampfflugzeuge im Osten der Türkei sind alle vier Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Innenminister Efkan Ala schloss einen Angriff als Absturzursache aus. Es habe keinerlei Fremdeinwirkung gegeben, sagte er nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu.

Die Unglücksursache war zunächst unklar. Anadolu berichtete, am Absturzort in der Provinz Malatya habe dichter Nebel geherrscht. Das Militär teilte mit, die beiden Aufklärungsflugzeuge vom Typ RF-4E seien am Dienstag auf einem nächtlichen Trainingsflug gewesen, als sie vom Radar verschwunden seien.

Staatspräsident Erdoğan und Premierminister Davutoğlu drückten den Angehörigen ihr Beileid aus. Erst am Wochenende war bei der Militäraktion in Syrien, bei dem die Wachmannschaft am Grabmal von Süleyman Şah evakuiert worden war, ein Soldat ums Leben gekommen – den offiziellen Angaben zufolge bei einem Unfall.

Die Aufklärungsflugzeuge sollten noch bis zum Ende des Jahres eingesetzt werden. In den 35 Jahren, in denen sie zu Einsatz kamen, habe es zwölf Abstürze mit insgesamt zwölf Toten gegeben, teilte die türkische Luftwaffe mit. (dpa/dtj)