Türkei: Al-Nusra-Mitglieder festgenommen

Sieben Mitglieder der extremistischen und als Al-Qaida-nahe geltenden syrischen Bürgerkriegsbrigade Dschabahat al-Nusra, die von den USA als Terrororganisation eingestuft wird, wurden am Mittwoch in der Türkei inhaftiert. Laut türkischen Medien wurde das Giftgas „Sarin” in den in Adana und Mersin (Südtürkei) gelegenen Häusern der Verdächtigen gefunden. Das Gas wird für die Herstellung von Bomben genutzt und wurde 1991 von der UN verboten.

Laut den Berichten planten die Al-Nusra-Mitglieder für Donnerstag einen Bombenangriff in Adana, allerdings konnte der Anschlag verhindert werden.

Neben dem Giftgas fand die Polizei während der Durchsuchung einige Pistolen, Granaten, Munition und Dokumente.

Die türkische Tageszeitung „Taraf” berichtet, dass bei einem anderen Zwischenfall in Adana die Polizei Informationen über ein bombenbeladenes Fahrzeug erhielt, das nach Adana einfuhr. Die Bomben seien von der gleichen Art gewesen, die für den jüngsten Anschlag in Reyhanlı (Hatay) genutzt wurden. Aufgrund dieser Informationen seien die Sicherheitsmaßnahmen in Adana verschärft worden.

Bei den Bombenanschlägen in Reyhanlı gab es 52 Tote und mindestens 100 Verletzte.

Die Türkei beschuldigte das syrische Regime
, für die Anschläge verantwortlich zu sein, allerdings stritt Damaskus jegliche Beteiligung ab.

Am vergangenen Montag hatte die Polizei zwölf Verdächtige im Zusammenhang mit den Anschlägen von Reyhanlı in Gewahrsam genommen. Fünf von ihnen wurden später wieder freigelassen. Den Polizeitruppen und dem Nationalen Nachrichtendienst (MİT) wurde vorgeworfen, ihre Verpflichtungen nicht erfüllt zu haben, die Bombenanschläge zu verhindern.