Der frühere Minister- und heutige Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hat aus den Beständen seines vorherigen Amtes 61 Autos in sein neues Amt mitgenommen. Die Kosten für den Betrieb dieser sollen weiterhin durch das Amt des Ministerpräsidenten beglichen werden. Zudem sollen noch weitere 12 Fahrzeuge in die Flotte des Präsidenten der Türkei neu hinzukommen.

Bekannt wurde jetzt außerdem, dass auch der neue Regierungschef Ahmet Davutoğlu seine Flotte an Fahrzeugen erweitern und deswegen 222 neue Fahrzeuge bestellen möchte. Darunter sind auch 12 gepanzerte Fahrzeuge und 16 Geländewagen. Im September vergangenen Jahres hatte Davutoğlu noch betont, dass Verschwendungen unterbunden werden sollen. Deswegen sollte der Einsatz von Fahrzeugen in den Ämtern und die Anmietung von Fahrzeugen drastisch reduziert werden, sagte damals der Regierungschef. Eine ähnliche Maßnahme hatte auch der neue griechische Regierungschef Tsipras veranlasst.

Auch andere Amtsträger gönnen sich Luxus, wenn es um Fahrzeuge handelt. Der Vorsitzende der türkischen Religionsbehörde Diyanet, Mehmet Görmez, hatte für sich ein Mercedes S 500 zugelegt. Unklar war zunächst, ob das Geld für den Mercedes von der zur Diyanet gehörigen Stiftung stammt oder aus Steuergeldern. Die Diyanet hatte stets bestritten, das deutsche Luxusauto mit Spendengeldern aus der Stiftung bezahlt zu haben. Das Auto sei vom Staat bezahlt worden, ließ die Behörde in einer Stellungnahme mitteilen.