Der türkische Minister für Wissenschaft, Industrie und Technologie, Fikri Işık, vor türkischen Fahnen.
Der türkische Minister für Wissenschaft, Industrie und Technologie, Fikri Işık, und der stellvertretende Premierminister der palästinensischen Autonomiebehörde und Wirtschaftsminister Mohammed Mostafa haben die Errichtung eines gemeinsamen Industrieparks beschlossen.

Die Türkei plant die Errichtung einer organisierten Industriezone in der palästinensischen Stadt Jenin in den besetzten Gebieten. Dies wurde in einer Absichtserklärung verabredet, welche der türkische Minister für Wissenschaft, Industrie und Technologie, Fikri Işık, und der stellvertretende Premierminister der palästinensischen Autonomiebehörde und Wirtschaftsminister Mohammed Mostafa untrezeichneten.

Der Vorstandsvorsitzende der TOBB-BIS Inc., Ahmet Şekeroğlu, einer Partnerunternehmung der Vereinigung der Kammern und Rohstoffbörsen der Türkei (TOBB), die das Zentrum errichten soll, zeigt sich zuversichtlich. „Dies wird nicht nur eine organisierte Industriezone sein, sondern auch eine Freizone, die allen Investoren, ob türkisch, palästinensisch oder von wo auch immer, einzigartige Vorteile bietet“, erklärt er gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu.

Investoren, so Şekeroğlu, würden keine Steuern bezahlen. Vielmehr würden sie aus der Türkei, aus Deutschland und den USA bedeutsame Unterstützung erhalten. „Die in der Zone produzierten Güter werden auf den Weltmärkten gehandelt werden, unter anderem in Deutschland, Frankreich, Saudi-Arabien und den USA, zollfrei, quotenfrei“, betont der TOBB-BIS-Vorstandschef. Die Weltbank werde die Unternehmen versichern, ergänzte er.

Palästina will Wirtschaft auf internationalen Standard bringen

Işık wiederum sprach davon, dass das TOBB-Projekt der Türkei und Palästina den Aufbau und die künftige Unterhaltung noch weiterer industrieller Zonen quer durch Palästina erlauben werde, und auch helfen werde, die Kapazitäten der Unternehmen zu erhöhen. Durch Trainingsprogramme und Workshops in der Türkei wolle man den künftigen Partnern auch das nötige Know-how vermitteln.

Außerdem wäre es wichtig, den rechtlichen Rahmen und die Kapazitäten der in Palästina gegründeten Unternehmen auf internationalen Standard zu heben.

Mostafa sprach von der unbedingten Notwendigkeit einer starken Wirtschaft, um völlig unabhängig zu werden. Palästina müsse restrukturiert werden und es müsse ausreichend Arbeitsplätze in der Region geben. Die Industriezone Jenin soll auf einem Gelände von 920 000 m² errichtet werden und liege nur jeweils 30 Kilometer von der israelischen Hafenstadt Haifa und von der jordanisch-palästinensischen Grenze entfernt.