Im Mai sind die Exportzahlen in der Türkei eingebrochen. In dem Zeitraum konnten die türkischen Unternehmen Waren im Wert von 10,819 Milliarden Dollar exportieren – rund 19 Prozent weniger als im Mai 2014. Ähnlich sieht es bei den Zahlen für die ersten fünf Monate aus. Hier gingen die Exporte um 8,3 Prozent auf 61,296 Milliarden Dollar zurück. Nach Deutschland sind die Ausfuhren um 26 Prozent, nach Großbritannien um 16 Prozent, in den Irak um 38 Prozent, nach Italien um 22 Prozent und in die USA um 55 Prozent eingebrochen. Den größten Zuwachs gab es bei den Exporten nach Singapur (+ 544 %).

Besonders negativ wirkten sich die Streiks in der Automobilbranche aus. Hier habe es einen Rückgang von 27,4 % gegeben, teilte der Rat Türkischer Exporteure (Türkiye İhracatçılar Meclisi, TİM) mit. Dennoch wurde der größte Umsatz im Automobilsektor erzielt. Hier wurden Waren im Wert von 1,481 Milliarden Dollar verkauft. Der zweitgrößte Umsatz wurde dagegen mit Chemieprodukten erzielt. Einen Zuwachs gab es an anderer Stelle. Die Türken verkauften 71 Prozent mehr Schmuck ins Ausland als im Vormonat. 

Der Vorsitzende des TİM, Mehmet Büyükekşi, hofft, dass nach den Wahlen die Wirtschaft wieder in den Mittelpunkt gerückt wird. Derzeit sind alle Parteien mit ihren Wahlkämpfen beschäftigt, da am Sonntag ein neues Parlament gewählt wird.