Ein türkischer Soldat ist in der Provinz Kilis an der Grenze zu Syrien bei einer Schießerei getötet worden. Vier weitere Soldaten seien verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur DHA am Donnerstag. Das Feuer soll aus IS-kontrolliertem Gebiet eröffnet worden sein. In Kilis verstärkt die Armee seit Wochen die Truppenstärke. Bereits gestern wurden die „Bordo Bereliler“ – eine türkische Spezialeinheit – nach Kilis verlegt.

Der Generalstab teilte mit, dass man das Feuer umgehend erwidert habe, dabei sei mindestens ein IS-Terrorist erschossen worden. Die Waffen des Toten seien beschlagnahmt, drei Fahrzeuge der Milizen beschädigt worden. Auf ersten Videoaufnahmen aus der Grenzregion waren mehrere türkische Panzer zu sehen und Schusswechsel zu hören.

Laut T24 und Reuters sind die Kampfflugzeuge in der Region in Alarmbereitschaft versetzt worden. Die Sicherheitsmaßnahmen wurden zudem verstärkt.

T24 berichtet zudem, dass der Zwischenfall auf die Weigerung der türkischen Armee zurückgehe, einen verletzten IS-Terroristen über die Grenze gelangen zu lassen. Die Seite zitiert in diesem Zusammenhang den stellvertretenden Vorsitzenden der Turkmenen-Bewegung in Syrien, Tarık Sülo Cevizci.

In den vergangenen Tagen kommt es nach dem Terroranschlag von Suruç in der Türkei wiederholt zu Spannungen. Ankara wirft dem IS vor, für das Attentat verantwortlich sein. Mehr zu den Ereignissen lesen Sie hier.