Nach dem Grubenunglück in der türkischen Provinz Karaman hat die Polizei mehrere Verdächtige festgenommen. (zaman)

Nach dem Grubenunglück in der türkischen Provinz Karaman hat die Polizei mehrere Verdächtige festgenommen. Dazu gehörten drei Verantwortliche des Bergwerks, unter ihnen sei auch der Eigentümer der Mine, berichtete die private Nachrichtenagentur Dogan unter Berufung auf den türkischen Energieminister Taner Yıldız (Foto) am Samstag. Insgesamt gehe es um acht Personen.

Die Ermittlungen deuteten laut Yıldız darauf hin, dass die Arbeiten unter Tage zu nah an eine andere alte Mine herangekommen seien und es so zu der Überflutung gekommen sein könnte. Das sei dem Betreiber anzulasten. Arbeiter hätten auf Probleme mit der Sicherheit hingewiesen, ihre Bedenken seien vom Management ignoriert worden, sagte Yıldız.

In der Mine in der zentralanatolischen Stadt Ermenek (Provinz Karaman) waren Ende Oktober in mehr als 300 Metern Tiefe 18 Arbeiter verschüttet worden. Rettungskräfte bargen bislang zwei Leichen aus der Kohlenmine. In der Türkei sterben immer wieder Menschen bei Bergbau-Unfällen. In Soma waren im Mai beim schwersten Grubenunglück in der Geschichte des Landes 301 Kumpel ums Leben gekommen. (dpa/dtj)