Türkei: Sieben wirtschaftliche Großprojekte mit Benin

Der westafrikanische Staat Benin und die Türkei haben eine Übereinkunft über sieben wirtschaftliche Großprojekte getroffen. Bekanntgegeben wurden die Projekte am Mittwoch in Ankara, als der türkische Wirtschaftsminister Zafer Cağlayan den Präsidenten Benins, Thomas Boni Yayi (vorne, m.), empfing.

Bei der Zusammenarbeit geht es vor allem um ein Staudammprojekt, das die Türkei mit einem Millionenkredit unterstützen wird. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem türkischen Wirtschaftsminister wies Yayi darauf hin, dass auch die Türkei davon profitieren könne: „Wenn wir einen Kredit von 300 Mio. US-$ für unser Staudammprojekt erhalten, wird das mit Sicherheit für türkische Geschäftsleute in unserem Land neue Türen öffnen.“ Bislang hatte es keinerlei wirtschaftliche Aktivitäten der Türkei in Benin gegeben. Die Türkei bemüht seit einigen Jahren um gute politische und wirtschaftliche Beziehungen zu afrikanischen Staaten.

Darüber hinaus wünscht sich Benin für eine Reihe von Investments technische Unterstützung von der Türkei. Benin gehört zu den größten Baumwollproduzenten der Welt. Gleichzeitig ist es aber eines der ärmsten Länder der Welt. Damit das sich ändern soll, wird eine türkische Delegation von Experten in den nächsten Tagen in Benin erwartet. Die Baumwollproduktion soll reformiert werden. „Wir brauchen die Hilfe der Türkei. Auch wünschen wir, dass uns bei der Gründung einer Universität für Landwirtschaft geholfen wird“, sagte Yayi. Auch sprachen die beiden Politiker über die Möglichkeit eines türkischen „Business Days“ in Benin.

Im Gegenzug erhofft sich die türkische Regierung die politische Unterstützung Benins, denn die Türkei möchte als nicht-ständiges Mitglied in den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Auch sucht die Türkei nach einem Zugang zur ECOWAS (Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft). Durch gute Beziehungen zu Benin wolle man ein Zeichen setzen, erklärte Cağlayan: „Wir hoffen auf die Unterstützung Benins“. Diese soll sich auch auf Izmir als Austragungsort für die Expo 2020 beziehen, für die sich die westtürkische Stadt beworben hat.

Yayi traf im Rahmen seiner Türkeireise auch Staatspräsident Gül und Außenminister Davutoğlu.