Türkei stationiert Militär an der Grenze zu Syrien

Istanbul (dpa) – Das türkische Staatsfernsehen TRT berichtete am Donnerstag, Raketenabwehrsysteme würden in die Provinzen Hatay und Gaziantep gebracht. Wenige Tage nach dem Abschuss eines türkischen Kampfjets durch Syrien am vergangenen Freitag hatte die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am späten Mittwochabend Bewegungen von Militärfahrzeugen in den Provinzen Sanliurfa und Hatay gemeldet – darunter ein Konvoi bestehend aus 30 Militärfahrzeugen.

Ein türkischer Regierungsbeamter sagte der Nachrichtenagentur dpa, Truppenbewegungen in der Region seien normal und müssten nicht direkt mit dem Vorfall von Freitag zusammenhängen.
Westerwelle sieht Syrien-Lösung an «seidenem Faden»
Berlin (dpa) – Außenminister Guido Westerwelle (FDP) sieht in dem Treffen der neuen Syrien-«Aktionsgruppe» am Samstag in Genf eine möglicherweise entscheidende Wegmarke. «Die Möglichkeit einer politischen Lösung in Syrien hängt angesichts der eskalierenden Gewalt am seidenen Faden», sagte Westerwelle am Donnerstag in Berlin. Russland und die anderen vier Veto-Mächte des UN-Sicherheitsrats hätten jetzt eine «besondere Verantwortung». Zugleich sicherte er deutsche Unterstützung beim Versuch zu, in Damaskus eine Übergangsregierung zu bilden.
Das Treffen findet auf Einladung des internationalen Sonderbeauftragten für Syrien, Kofi Annan, statt. Teilnehmer des Treffens sind vermutlich die fünf Ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats – USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien – sowie die Türkei, Kuwait und Katar. Außerdem gingen Einladungen an die Vereinten Nationen, dieArabische Liga und die Europäische Union. Deutschland ist nicht dabei.