Türken gehen gerne online shoppen

Hochrechnungen zufolge soll das Online-Geschäft für die Türkei 2013 ca. 3,1 Milliarden Dollar einbringen, Tendenz steigend. In den Monaten Januar und Februar wuchs der Handel im Vergleich zum Vorjahr um starke 19,5 Prozent.

Auch berichtete das türkische Institut Interbank Card Center (BKM) am Montag, dass Kreditkartenzahlungen für den E-Commerce in den ersten zwei Monaten des Jahres um mehr als 10 Prozent gestiegen sind. Demnach wurden im Schnitt im Januar und Februar täglich Waren im Wert von 94,3 Millionen Dollar eingekauft. Eine beachtliche Summe, wenn man bedenkt, dass das Schwellenland am Bosporus erst vor kurzem ein stehendes Internet-Netzwerk aufgebaut hat. Zudem fällt nur ein kleiner Anteil von Bestellungen auf ausländische Unternehmen. Online-Shops „Made in Turkey“ weisen einen hohen Grad an Professionalität und Produktvielfalt auf. Das macht es für ausländische Unternehmen deutlich schwerer, im Vergleich zu anderen Ländern in der Türkei Fuß zu fassen.

Eigentlich ist die rasche Entwicklung des türkischen E-Commerce keine Neuigkeit mehr. So stiegen schon 2012 Online-Kreditkartentransaktionen um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an. Insgesamt spricht man hier von Transaktionen im Wert von 17,4 Milliarden Dollar. Letztes Jahr nutzten 19 von 54 Millionen Kreditkartennutzern ihre Karte für ein Shoppingerlebnis im Netz. Dieses Jahr sollen es Prognosen des türkischen Statistikamtes zufolge noch mehr werden.

Mit dem Internet haben sich viele neue Wege entwickelt, Produkte bequem, einfach und kostensparend dem Verbraucher anzubieten. Der Online-Handel ist das New-Business des 21. Jahrhundert und ein Wegweiser für den wirtschaftlichen Fortschritt eines Landes. Industrienationen messen sich vor allem an ihrem technologischen Standard. Die Türkei möchte gerne aufschließen und verfolgt das ehrgeizige Ziel, in wenigen Jahren zum zentralen Internet-Hotspot im Nahen Osten heranzuwachsen.