Türkisch-Olympiade im Flüchtlingszelt

Aufgrund des Bürgerkriegs in ihrem Land können die syrischen Kinder, die sich derzeit im Zeltlager von Kahramanmaraş befinden, nicht selbst vor Ort an der diesjährigen elften Türkisch-Olympiade teilnehmen.

Um sie der Möglichkeit, an diesem vielbeachteten Event mitzuwirken, nicht zu berauben, hat sich das Organisationskomitee allerdings etwas Neues einfallen lassen. Die syrischen Kinder werden im Juni in Kahramanmaraş selbst in den Kategorien Lieder, Gedichte und persönliche Kompetenz ihre Ausarbeitungen vorführen und ihre Talente zeigen können.

Die syrischen Kinder wetteiferten ehrgeizig miteinander, um die Chance zu bekommen, ihr Land bei der Türkisch-Olympiade bestmöglich zu vertreten. Die Kinder zeigten reges Interesse und boten mit ihrer Vorrunden-Performance im Zeltlager eine bunte Darbietung, mit welcher sie die Menschen begeistern und für eine Weile die Sorgen des Alltags vergessen lassen konnten.

Krieg verhinderte Teilnahme

Bei seinem Auftritt sagte der 13-jährige Syrer Resa Hindi, der das Lied „Götür Beni Gittiğin Yere“ („Nimm mich mit, wohin du gehst“) des berühmten Arabesque-Popsängers Emrah interpretierte, er wolle seine Stimme durch die Olympiade der ganzen Welt bekannt machen. Hindi, der vor dem Krieg die Türkisch-Olympiade jedes Jahr im Fernsehen verfolgt hatte, beschreibt: „Ich hätte gerne an diesem Wettbewerb für mein eigenes Land teilgenommen. Aber durch den Krieg blieb uns alles verwehrt. Sogar die Teilnahme am Wettbewerb. Trotz allem sind wir froh, dass wir hier am Wettbewerb in Kahramanmaraş teilnehmen dürfen. Ich möchte denjenigen danken, die uns das ermöglicht haben.”

Der Vorsitzende des Organisationskomitees der Türkisch-Olympiade in Kahramanmaraş, Malik Akgüncü, betonte, dass man stets ein offenes Ohr für die Wünsche der syrischen Kinder habe und die Kinder ihre Vorbereitungen in einem kurzen Zeitraum von nur zwei Monaten abschließen werden.