Mittlerweile hat man sich an die entsprechenden Meldungen gewöhnt. Täglich versuchen Menschen über das Mittelmeer in das gelobte Europa zu kommen. Mit Booten, die völlig überladen und ungeeignet sind.

Doch nicht alle schaffen die Überfahrt. In diesem Jahr sollen schon über 2000 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken sein – 400 mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. So jedenfalls lauten die Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in Genf. Jetzt sieht man aber, dass so manchen von ihnen dabei nachgeholfen wird.

Ein Video, das türkische Fischer in der Ägäis kurz vor der türkischen Küste bei Karaburun in Izmir gedreht haben, fördert Erschreckendes zutage. Wie im Video zu sehen ist, dringt die griechische Küstenwache in türkische Gewässer vor, versucht ein mit Flüchtlingen beladenes Schlauchboot zur Umkehr zu bewegen. Als sie aber damit nicht erfolgreich sind, stechen sie mit ihren speerartigen Geräten in das Boot, zerstören es und ziehen eilig weg. Um die 50 Flüchtlinge bestehend aus Frauen, Kindern und Männern überlassen sie auf offener See ihrem Schicksal. Anschließend eilen den Flüchtlingen türkische Fischer zu Hilfe und retten sie aus dem Wasser.

Dass Griechenland zurzeit mit wirtschaftlichen Problemen kämpft, ist bekannt. Auch, das zurzeit auf der Urlaubsinsel Kos kurz vor der türkischen Küste ein Flüchtlingsproblem besteht. In Kos hat sich die Zahl der Flüchtlinge auf 5000 erhöht. Aber bedenklich ist es schon, dass ein Land der europäischen Union dem Flüchtlingsproblem in der Weise Herr zu werden versucht, indem sie mutwillig Flüchtlingsboote zerstört und ihre Insassen dem Tod überlässt.