Türkische Klubs

Die Tagung der Vereinigung der Fußballvereine der (Kulüpler Birliği) hat die einmalige Änderung des Artikels 58 im Statut der Türkischen Fußball-Föderation abgelehnt. Bei der Tagung am Donnerstag in Ankara gab es dafür keine Mehrheit. Der Artikel 58 sieht nicht nur für die realisierte, sondern sogar für Versuche der Manipulation von Spielen die Verfügung über Zwangsabstieg betroffener Vereine vor. Im aktuellen Manipulationsskandal im türkischen Fußball sind acht Vereine betroffen. Im Fokus des laufenden Prozesses steht der İstanbuler Traditionsverein Fenerbahçe, dessen Präsident Aziz Yıldırım sich in Haft befindet.
Vor der Tagung wurde mit Hinweis auf die betroffenen Vereine argumentiert, dass sich der türkische Fußball in einer besonderen Situation befinde und deshalb eine einmalige Änderung des Artikels 58 vorgenommen werden sollte. Danach sollten betroffene Vereine nicht absteigen, sondern ihnen sollten Punkte abgezogen werden. Dahinter standen Befürchtungen, dass die erste türkische Liga ohne die Vereine wie Fenerbahçe auch für die Zuschauer an Attraktivität verlieren würde. Klubs wie jedoch, Erzrivale von Fenerbahçe, haben sich von Anfang an gegen die Änderung des Artikels 58 ausgesprochen.
Nun richten sich die Blicke auf die Türkische Fußball-Föderation. Es wird spekuliert, dass die UEFA türkische Vereine für 3 bis 5 Jahre aus den europäischen Wettbewerben ausschließen könnte, sofern die Türkische Fußball-Föderation nicht aktiv wird und den Abstieg der betroffenen Vereine gemäß dem Artikels 58 des Statuts verordnet. Es wird berichtet, dass die UEFA in seiner letzten Sitzung zum Thema gedroht habe, eine Entscheidung über türkische Vereine zu fällen, falls die Türkische Fußball-Föderation in diesem Fall nicht aktiv werden sollte.