Die Türkische Gemeinde in Deutschland und die Kurdische Gemeinde in Deutschland haben am Montag eine gemeinsame Erklärung abgegeben. Hintergrund ist der bevorstehende Weltfriedenstag am 1. September.

Deutschland sei für viele Menschen, die auf Grund unterschiedlicher Motive ihre Heimat verlassen mussten, zur neuen Heimat geworden, hieß es darin mit Blick auf die derzeitige Flüchtlingswelle und die vielen türkischen und kurdischen Arbeitskräfte, die in den 60er und 70er Jahren nach Deutschland kamen.

Deutschland wurde auch gleichzeitig als „die Heimat unserer Kinder“ bezeichnet, die als zweite, dritte und vierte Generation der Migrantinnen und Migranten nunmehr in diesem Land lebten.

Weiter hieß es in der Erklärung:

„Die Kurdische Gemeinde und die Türkische Gemeinde in Deutschland sind sich ihrer besonderen Verantwortung und Aufgabe bewusst, die sie gegenüber ihren Gemeinden und der Gesellschaft haben.

Auch wenn wir alle mit besonderem Interesse und in großer Sorge die Entwicklungen in der Türkei und in den kurdischen Gebieten beobachten, wollen wir dadurch nicht die vielfältigen kurdisch-türkischen Beziehungen in Deutschland belastet sehen.

Unsere gemeinsame Gesellschaft ist die, in der wir friedlich zusammen leben und für die wir alle eine Verantwortung tragen.

Wir rufen kurdisch- und türkischstämmige Bürgerinnen und Bürger in Deutschland dazu auf, in unserer pluralistischen Demokratie in Achtung der Menschenrechte und der Grundfreiheiten gemeinsam ein Beispiel für das gute Zusammenleben von Türkinnen und Türken sowie Kurdinnen und Kurden zu sein.

Politische Probleme müssen politisch gelöst werden. Gewalt jeglicher Art kann keine akzeptable Lösung bei Konflikten sein, weder in der Türkei noch in Deutschland.

In diesem Sinne wünschen wir allen Menschen eine friedliche Zukunft.“

In der Türkei ist der Konflikt zwischen der Terrororganisation PKK und den Streitkräften in den letzten Wochen wieder aufgeflammt. Mehrere Soldaten und Sicherheitskräfte kamen bei Anschlägen ums Leben.