Die staatliche türkische Bahn will ihr Hochgeschwindigkeitsnetz massiv ausbauen. Bis 2016 will man 79 Millionen Passagiere damit versorgen können. Die neuen Stationen sollen größer und besser werden.

Der Ausbau des Hochgeschwindigkeitsbahnnetzes in der Türkei geht mit unvermindertem Tempo voran. Derzeit sind 21 neue Stationen entlang den bestehenden Routen geplant. Mit der Eröffnung der Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen Ankara und Istanbul – den beiden bevölkerungsstärksten Städten der Türkei – hofft man darauf, dass die Bahn zu einer breit akzeptierten Beförderungsalternative wird, nachdem sie vor Dutzenden von Jahren gegenüber der Straße als Transportweg ins Hintertreffen geraten war.

Bis 2016 rechnet die Regierung damit, dass die Zahl der Passagiere, die Hochgeschwindigkeitszüge in Anspruch nehmen werden, auf 79 Millionen ansteigen wird und um dieser steigenden Nachfrage gerecht werden zu können, sollen eine Reihe weiterer Stationen errichtet werden.

Um dem drängendsten Ansturm zu begegnen, werden in einer ersten Runde Bahnstationen in Ankara, Eskişehir, Bilecik, Bozöyük, Sapanca, Arifiye und Pamukova erneuert. In einer darauf folgenden Periode stehen die Verbindungen des Flughafens Sabiha Gökçen in Istanbul und von Söğütlüçeşme mit dem bestehenden Streckennetz auf dem Programm.

Kapazität schrittweise auf 50 000 Passagiere ausbauen

Am 25. Juli war die lang ersehnte Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen der Hauptstadt Ankara und dem Finanzzentrum Istanbul mit einer großen Zeremonie eröffnet worden.

Derzeit sind drei Linien in Betrieb, nämlich Ankara-Eskişehir, Ankara-Konya und Konya-Eskişehir. Mit Fertigstellung der nächsten drei Routen, Bilecik-Bursa, Ankara-Sivas und Ankara-İzmir werden bereits insgesamt elf Provinzen durch ein Hochgeschwindigkeitsnetz verbunden sein.

Die Bahnstation in Ankara, die 2016 fertiggestellt werden soll, soll vor allem durch ihr besonders modernes Design bestechen. Die Hauptstadt soll zur Drehscheibe des Netzwerkes werden, etwa 30 Millionen Passagier sollen künftig via Ankara reisen.

Mit einer Kapazität von 20 000 Passagieren soll Ankaras High-Speed-Bahnhof dabei starten, diese soll danach schrittweise auf 50 000 ausgebaut werden. Es sollen sechs Linien dort verkehren, für Personen- und Güterverkehr. Drei Passagierplattformen von jeweils 400 Metern Länge sollen das Ein- und Umsteigen erleichtern.

Neue Stationen sollen größer und besser werden

Auch drei U-Bahnen sollen auf diesem Wege die Innenstadt mit dem Flughafen Esenboğa verbinden.

Die neuen Stationen sollen auf Grund der höheren zu erwartenden Besucherzahlen nicht nur größer sein als die bisherigen, sondern auch besser auf die Bedürfnisse der Reisenden eingehen, teilten Offizielle der staatlichen türkischen Eisenbahngesellschaft TCDD mit.

Die Bahnhöfe sollen zahlreiche Bereiche aufweisen, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der verschiedenen Kundengruppen gerecht werden sollen. Die TCDD will auch zahlreiche Lifte und Plattformen errichten, um den Zugang zu den Stationen behindertengerecht zu gestalten.