28.06.2018, Belgien, Brüssel: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) begrüßt Theresa May (M), Premierministerin von Großbritannien, während Emmanuel Macron (2.v.l), Präsident von Frankreich, mit Donald Tusk, Präsident des Europäischen Rates, spricht bei dem Gipfel der EU Staats- und Regierungschefs. Bei dem Treffen steht unter anderem die Flüchtlingspolitik auf dem Programm. Foto: Geert Vanden Wijngaert/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Die Europäische Union muss sich aus Sicht von Ratschef Donald Tusk für eine drastische Verschlechterung der Beziehungen zu den USA wappnen. «Obwohl ich aufs Beste hoffe, glaube ich, wir müssen unsere Union auf „Worst-Case-Szenarios“ vorbereiten», schrieb Tusk am Mittwoch in seinem Einladungsschreiben zum EU-Gipfel

Der Handelskonflikt mit den USA ist ein Thema bei dem zweitägigen Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstag und Freitag. Die EU hatte zuletzt Vergeltungszölle in Kraft gesetzt, weil US-Präsident Donald Trump Strafzölle auf Stahl und Aluminium erhebt. Trump erwägt zudem Strafzölle auf Autoimporte.

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«Trotz unserer unermüdlichen Anstrengungen, den Westen zusammenzuhalten, sind die transatlantischen Beziehungen wegen der Politik von Präsident Trump unter enormem Druck», schreibt Tusk weiter. Der US-Präsident hatte die europäischen Verbündeten auch schon mit der Aufkündigung des Pariser Klimaabkommens und des Atomabkommens mit dem Iran vor den Kopf gestoßen.

Aus EU-Kreisen hieß es, solche negativen Entscheidungen formten sich langsam zum Muster, wonach Washington keine Freunde oder Feinde kenne und der Erhalt internationaler Regeln keine Priorität habe. Eine solche Doktrin sei für Europa sehr gefährlich.

(dpa)

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