Was den Amerikanern Chuck Norris und den Russen ihr eigener Staatspräsident Vladimir Putin ist, ist den Türken Necati Şaşmaz: Actionheld, Identifikationsfigur und Symbol für nationale Größe und Stärke.

Im Fall des berühmten Hauptdarstellers des Serienepos „Kurtlar Vadisi“ („Tal der Wölfe“) ist es da nur folgerichtig, dass Necati Şaşmaz auch seine Stunts selbst dreht – und am Wochenende hatte das zur Folge, dass die Verkörperung des Serienhelden „Polat Alemdar“ dabei auf unsanfte Weise an die Gefahren seines Berufes erinnert wurde.

Die ersten Meldungen über den Unfall des beliebten Schauspielers haben dann auch prompt für Beunruhigung in Teilen der türkischen Einwanderercommunity in Deutschland gesorgt. Unsere Schlagzeile, Necati Şaşmaz sei verunglückt, hat sogar den einen oder anderen Leser zu der Annahme veranlasst, der Schauspieler wäre verstorben. „Wer soll jetzt ISIS vernichten?“, fragte beispielsweise facebook-User Ali Kıydal.

Humor bewies auch Murat Güneş. Wohl in Anlehnung an die zahlreichen Serienfolgen, in denen dem Zuschauer vermittelt wurde, Polat könnte gestorben sein, schrieb er: „Das ist Polat, dem passiert nichts“.

Şaşmaz hat die OP gut überstanden

Dem war dann auch tatsächlich so. Am Montag gaben die Ärzte Entwarnung. Der Kieferbruch, den Şaşmaz sich zugezogen hat, als beim Dreh zur 236. Episode der Serie sein Wagen von einer Stützmauer fiel und den Airbag auslöste, wurde bereits operiert. Der allgemeine Gesundheitszustand sei gut, hieß es seitens des medizinischen Personals im Privatkrankenhaus Göztepe.