06.08.2021, Türkei, Milas: Ein Mann versucht, einen brennenden Baum in der türkischen Provinz Muğla zu löschen. Bei den verheerenden Waldbränden in Griechenland und der Türkei spitzt sich die Lage zu. Foto: Emre Tazegül/AP/dpa

Wegen der Berichterstattung über die Brände in der Türkei hat die Rundfunkbehörde des Landes (Rtük) Strafen gegen fünf TV-Sender verhängt.

Rtük begründete die Entscheidung damit, dass Beiträge Angst und Panik verbreitet hätten und beleidigend gegenüber der Regierung gewesen seien, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwoch.

Die Strafen richten sich demnach gegen Fox TV, KRT, Tele 1, Halk Tv und Haber Türk. Die Sender hätten sich unter anderem abwertend über die Reaktion der Regierung Erdoğan auf die Feuer geäußert.

Krisenmanagement im Fokus

In dem Gremium haben die islamisch-konservative Regierungspartei AKP und ihr ultranationalistischer Partner MHP eine Mehrheit. Rtük hatte vor ein paar Wochen bereits eine Warnung an Medien hinsichtlich der Berichterstattung über die Brände ausgesprochen.

In der Türkei sorgen die vor zwei Wochen ausgebrochenen und mittlerweile weitestgehend unter Kontrolle gebrachten Feuer besonders an der Mittelmeerküste für riesige Schäden. Unter anderem die Opposition kritisierte von Beginn an das Krisenmanagement der Regierung – etwa dass anfangs keine einsatzfähigen Löschflugzeuge zur Verfügung standen. Die Regierung wies das zurück – Präsident Recep Tayyip Erdoğan sprach von „Lügen-Terror“.

dpa/dtj