Bereits Atatürk bezeichnete sie als “die schönste Stadt der Welt”: Antalya.

Nach  Angaben der Moscow Times wird die Türkei in der Gunst der russischen Touristen weiter aufsteigen, was genau so für das zweitbeliebteste Reiseziel der Russen gilt: Ägypten.

In der Tat hat die Anzahl der Buchungen von Touristen aus Russland in die Türkei und Ägypten in diesem Jahr bereits um 15 Prozent zugenommen. Das liegt zum einen an der guten Organisation der Reiseveranstalter, die dafür sorgen, dass die Touristen kontinuierlich in die beiden Länder gebracht werden können und zum anderen daran, dass sich russische Touristen immer mehr für All-Inclusive-Angebote begeistern lassen.

Auf der anderen Seite nimmt die Anzahl der russischen Touristen in EU-Länder seit Beginn des Jahres ab. Während die Anzahl der Reisenden nach Spanien, Italien und Griechenland sinkt, steigen die Buchungen in Balkanländer wie Bulgarien und Montenegro. Westliche Handelssanktionen gegenüber Russland sowie selbst auferlegte Einfuhrverbote westlicher Waren nach Russland haben im Verbund mit den weltweit sinkenden Ölpreisen dafür gesorgt, dass der Rubel massiv an Wert verloren hat, zumal der Dollar in den vergangenen Monaten gegenüber den meisten europäischen Leitwährungen an Stärke gewonnen hat. 

Andere Quellen sagten trübe Aussichten voraus

Andere wirtschaftliche Gutachten waren in ihren Analysen vor dem Hintergrund der russischen Wirtschaftsmisere weniger optimistisch. Nach einer Einschätzung des Fachverbandes World Travel and Tourism Council (WTTC) vom Dienstag würden die Ausgaben von russischen Touristen in 2015 drastisch sinken und damit auch Auswirkungen auf das Türkeigeschäft haben.

Ähnlich pessimistisch äußerte sich der Türkische Hotelfachverband TÜROFED. Nach seinen Schätzungen würde die Anzahl der russischen Touristen in diesem Jahr um ein bis 1,5 Millionen sinken, was für die Branche einen Umsatzverlust von bis zu 4,5 Milliarden Dollar bedeuten würde.

Die Provinz Antalya im Süden der Türkei ist bei russischen Touristen besonders beliebt. Die Anzahl der Russen, die die Provinz besuchen, steigt seit 2010 kontinuierlich an.