08.04.2018, Syrien, Duma: Dieses vom Syrischen Zivilschutz, genannt «Weißhelme», zur Verfügung gestellte Videostandbild zeigt einen Sanitäter, der ein Kleinkind medizinisch versorgt und ihm ein Beatmungsgerät über den Mund hält. Bei Angriffen der syrischen Armee auf die letzte verbliebene Rebellenhochburg in Ost-Ghuta sind Dutzende Menschen getötet worden. Hilfsorganisationen berichteten in der Nacht zum 08.04.2018 von einem mutmaßlichen Einsatz von Chemiewaffen. Nach Angaben der Weißhelme hatte ein Hubschrauber eine Fassbombe mit Chemikalien über der Stadt Duma abgeworfen. Foto: -/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
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Die Lage der Zivilbevölkerung in Syrien ist nach Einschätzung eines Experten der Vereinten Nationen inzwischen schlimmer denn je. «Das Geld ist aufgebraucht, in den belagerten Regionen sind die Möbel verbrannt, weil sie zum Heizen und Kochen verwendet wurden», sagte Jakob Kern, Leiter des Welternährungsprogramms (WFP) der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Die Helfer hätten jetzt zwar mehr Zugang, weil weniger Regionen belagert seinen, den Menschen gehe es aber schlechter.

Das Land habe zudem große Probleme mit den Millionen Menschen, die innerhalb Syriens vertrieben wurden. Eine Rückkehr von Flüchtlingen aus Europa hält Kern für schwierig. «Selbst wenn die Häuser noch stehen, dann lebt wahrscheinlich jemand anderes darin. Die Frage der Besitzrechte ist ein großes Problem.»

Syrien kein lokaler Konflikt

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Die Menschen seien sehr ernüchtert, weil sich in den vergangenen sieben Jahren nichts verändert habe, außer dass das Land zerstört sei. «Es ist ja auch kein lokaler Konflikt», sagt Kern. Als er durch das Land von Kamischli im kurdischen Nordosten nach Aleppo gefahren sei, habe er auf dem Weg russische und amerikanische Soldaten gesehen, sowie Hilfstruppen aus dem Iran und der Türkei. Und zwei örtliche Gruppen: Kurden und Syrer. «Das alles innerhalb von acht Stunden. Das sagt doch schon alles.»

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