Mit einem klaren Sieg im US-Bundesstaat Minnesota ist die aus Somalia stammende US-Muslimin Ilhan Omar ins Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten in Washington, D.C. gewählt worden.

„Es ist der Anfang von etwas Neuem“, sagte Omar im Interview mit der überregionalen Tageszeitung Star Tribune. „Mein Wahlbezirk hat die Befähigung, Geschichte zu schreiben. Ich werde mich in unserer Hauptstadt für unsere progressiven Werte einsetzen und die Menschen in meinem Wahlkreis vertreten.“

Wie „WorldNetDaily“ berichet, wird die 34-Jährige Omar somit in der Geschichte der USA die erste muslimische Abgeordnete des Repräsentantenhauses, die mit Stolz ein Kopftuch trägt.

Omar wurde in Somalia geboren und verbrachte ihre ersten vier Lebensjahre in einem Flüchtlingslager in Kenia. Im Alter von 12 Jahren wanderte Omar zusammen mit ihrer Familie in die Vereinigten Staaten aus. Laut „The Huffinton Post“ zeigte sich Omar in ihrer Kindheit enttäuscht vom Alltagsrassismus und den sozialen Ungerechtigkeiten in den USA.

Die USA seien das Land der Freiheit und Justiz, aber man müsse weiterhin daran arbeiten, betonte Omar gegenüber „The Huffington Post“. Die USA hätten eine großartige Demokratie, diese sei aber ebenso zerbrechlich.

Im August hatte sich Omar für ihre Nominierung als Kandidatin für die Demokraten in den US-Wahlen gegen die Kandidaten Phyllis Kahn und Mohamud Noor behauptet.