Die USA haben den Empfang des syrischen Machthabers Baschar al-Assad in Moskau als kontraproduktiv kritisiert. „Wir halten den Empfang mit dem roten Teppich für Assad, der Chemiewaffen gegen das eigene Volk eingesetzt hat, für einen Widerspruch zu dem erklärten Ziel Russlands, einen politischen Übergang in Syrien zu schaffen“, sagte der stellvertretende Sprecher des Weißen Hauses, Eric Schultz, am Mittwoch vor Journalisten. Dies ändere jedoch nichts an der Situation in Syrien.

Russland unterstütze weiterhin Assad, „nachdem er sein Land in einen Bürgerkrieg stürzte, Extremisten gedeihen ließ sowie die größte humanitäre Krise seit dem Zweiten Weltkrieg auslöste“, sagte Schultz weiter. Ihn nun nach Moskau einzuladen, erschwere die Lage nur noch. Der Sprecher rief Russland dazu auf, Syrien zu einer politischen Lösung des Konflikts zu bewegen. Assad war am Mittwoch überraschend zu Beratungen in der russischen Hauptstadt eingetroffen. (dtj/dpa)