Deutschland erwartet um die Jahreswende ein harter Temperatursturz. Nachdem die Feiertage mit ungewöhnlich hohen Temperaturen für wenig weihnachtliche Stimmung außerhalb der eigenen Wohnung sorgten, sollen um die Wochenmitte die zwei Hochs „Christine“ und „Brigitte“ aus Russland kommend für frostige Temperaturen sorgen. Im Osten Deutschlands werden bereits ab Mittwoch bis zu -5° erwartet, der Westen des Landes wird voraussichtlich bis Silvester nachziehen. Auch danach werde es mit den Temperaturen voraussichtlich weiter bergab gehen, in der ersten Januarwoche werden Dauerfrost bei -7° erwartet. Laut dem Deutschen Wetterdienst werde es ab Lagen zwischen 400 und 500 Metern schneien. Ob die Hochs dann nach Westen weiterziehen, sei noch nicht mit Sicherheit absehbar.

Der diesjährige Dezember ist bis jetzt der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland. Vielerorts erinnerten Temperaturen um die 15° eher an den Frühling als an Weihnachten. Im deutschlandweiten Durchschnitt war es 6,8° warm und damit 6° über dem normalen Durchschnitt.

In sozialen Netzwerken machten Bilder von Deutschtürken die Runde, die das Wetter in der Türkei mit dem in Deutschland verglichen. Denn während im weihnachtlichen Deutschland Vögel zwitschern und manche Sträucher bereits zu knospen begannen, herrschte in vielen Gegenden der Türkei schon strenger Winter. So fiel das Thermometer in Ankara bereits auf bis zu -8° und auch der Durchschnitt der letzten beiden Wochen pendelt sich um den Gefrierpunkt ein. In Zentralanatolien gab es bereits verschneite Landschaften zu sehen. Auch in Istanbul war das Wetter schon kälter als in den meisten Gegenden Deutschlands. Der Türkische Wetterdienst (Meteoroloji Genel Müdürlüğü) hat für Istanbul in den kommenden Tagen eine Schneewarnung herausgegeben. Bis zum Silvesterabend werde es Schneeregen geben, ab Neujahr sogar mehrere Zentimeter Neuschnee. Auch im Rest der Türkei erwarte man in den nächsten Tagen einen weiteren Kälteeinbruch.