Vermisste Amerikanerin Sarai Sierra in Istanbul tot aufgefunden

Nachdem die aus New York stammende amerikanische Frau, die seit Anfang des Jahres alleine die Türkei bereiste, am 21. Januar nicht ihren Rückflug von Istanbul in die USA angetreten und ihre Familie sie für vermisst erklärt hatte, leitete die türkische Polizei eine groß angelegte Suche nach der Frau ein.

Im Zuge der Ermittlungen wurde auch das FBI eingeschaltet. Die Ermittler versuchten die letzten Wege und Konversationen der 33-Jährigen Sarai Sierra zu rekonstruieren, indem Bänder von Überwachungskameras und Internet-Chatgespräche ausgewertet wurden.

Am Samstag wurde dann die Leiche der zweifachen Mutter in der Nähe der historischen Stadtmauer im Istanbuler Distrikt Sarayburnu gefunden. Medienberichten zufolge bestätigten die Ermittler am Sonntag offiziell, dass es sich bei der Toten um Sarai Sierra handelt.

Die Tageszeitung „Hürriyet“ berichtete, die Tote sei einem Augenzeugen zufolge bereits am Dienstag in eine Decke gewickelt aus einem Auto nahe der Stadtmauer geworfen worden. Die türkische Polizei gab unterdessen bekannt, dass Sarai Sierra ihren Kopfverletzungen erlegen sei. Gerüchte, wonach sie auch Stichverletzungen am Oberkörper aufweise, wurden zurückgewiesen. Das offizielle Obduktionsergebnis steht allerdings noch aus.

Über die Hintergründe der Tat ist bislang wenig bekannt, jedoch spekulieren viele türkische Medien über eine mögliche Verbindung zur türkischen Drogenmafia. Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach den Tätern und vernahm bereits mindestens 22 Personen. Festnahmen gab es noch keine. Ein Mann, den Sierra im Internet kennengelernt, die Amerikanerin vermutlich als Letzter lebend gesehen hatte und von den Medien als Hauptverdächtiger genannt wurde, wurde von der Polizei wieder auf freien Fuß gesetzt.