Eine schöne Geste von Volkan Demirel, dem Torwart der türkischen Fußballnationalmannschaft und von Fenerbahçe Istanbul: Der 34-jährige Profisportler hat einen großen Teil der Kreditkartenschulden von Angehörigen der Todesopfer des Unglücks in Soma übernommen.

Laut CNN Türk handelt es sich dabei um eine Summe in Höhe von umgerechnet 280.000 Euro. Den verbliebenen Teil der Schulden zahlten weitere Fußball-Profis von Fenerbahçe Istanbul. Die Kreditkartenschulden der tödlich verunglückten Bergwerksarbeiter waren nicht erloschen, sondern gingen auf die Erben der Kreditnehmer über. Vorerst wollte Demirel seine Spende geheim halten. Erst als sich die Angehörigen der Todesopfer über soziale Netzwerke bei dem Torwart bedankten, wurde der Fall publik.

Am 13.Mai 2014 waren bei einem Grubenunglück in Soma in der westtürkischen Provinz Manisa nach offiziellen Angaben 301 Bergleute ums Leben gekommen. Das Unglück löste zahlreiche Proste aus, Kritiker gaben der türkischen Regierung und der neoliberalen Privatisierungspolitik im Bergbausektor eine Mitschuld. Einen Antrag der Oppositionspartei CHP, die Sicherheitsvorkehrungen im Bergwerk von Soma wegen früherer Arbeitsunfälle zu untersuchen, hatte die AKP zwei Wochen vor dem Unglück zurückgewiesen.