dpatopbilder - Angehörige und Gemeindemitglieder der Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e. V. gedenken am 26.07.2016 in München (Bayern) während einer Gedenkfeier den Opfer der Schießerei in München. Die tödlichen Schüsse hat ein 18-jähriger Deutsch-Iraner abgegeben. Zehn Menschen starben, darunter der Täter. Foto: Sven Hoppe/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Ali David S., der Amokläufer von München, war ein Rassist mit rechtsextremistischem Weltbild. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung und beruft sich dabei auf Sicherheitskreise.

S. kam am 20. April 1998 zur Welt, der Tag, auf den der Geburtstag von Adolf Hitler fällt. Der Deutsch-Iraner habe das immer als „besondere Auszeichnung“ empfunden. Auch sei er stolz auf seine Wurzeln gewesen – sowohl Iraner als auch Deutsche gelten als „Arier“. Ursprünglich gilt Iran als die Heimat der Arier. Türken und Araber habe S. hingegen gehasst. Er habe ein „Höherwertigkeitsgefühl“ ihnen gegenüber gehegt.

Nun steht die Frage im Raum, ob der 18-Jährige am vergangenen Freitag gezielt Menschen mit ausländischer Herkunft getötet hat. Drei Jugendliche waren türkischstämmig, zudem wurde eine 45 Jahre alte türkische Frau getötet. Drei andere Jugendliche – ein Junge und zwei Mädchen – waren Kosovo-Albaner. Ein weiteres Opfer hatte griechische Wurzeln.

Aufruf via Facebook mit türkisch klingenden Fake-Account

Ein weiteres Indiz, dass für eine rassistisch motivierte Tat spricht, ist, dass sie auf den 5. Jahrestag des verheerenden Anschlags durch den norwegischen Rechtsextremisten Anders Behring Breivik fiel.

S. hatte zudem wenige Tage vor seinem Amoklauf mit einem türkisch klingenden weiblichen Fake-Account via Facebook dazu aufgerufen, am Tattag zum Mc Donald’s im Münchner Olympia-Einkaufszentrum zu kommen, um den spontanen Gästen kostenloses Essen zu spendieren. Das verstärkt die These, dass er gezielt Türken töten wollte.

„OE24“ hatte bereits am Dienstag berichtet, dass S. ein großer AfD-Anhänger gewesen sei.