Dieses Foto zeigt die Besatzung vor der Abfahrt. Foto: Twitter/Privat

Knapp drei Wochen nach dem Überfall auf ein Containerschiff im Golf von Guinea sind die 15 entführten türkischen Besatzungsmitglieder wieder frei.

Sie seien nun in Sicherheit und sollten so schnell wie möglich in die Türkei zurückkehren, teilte die Schiffsgesellschaft am Freitag mit. In Gedanken sei man „bei unserem Freund und Kollegen (aus Aserbaidschan, Anm. d. Red.)“, der bei dem ursprünglichen Angriff getötet wurde, hieß es weiter. Sie sollen von Abuja in Nigeria zurück in die Türkei geflogen werden, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu den türkischen Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu.

Der Überfall hatte sich am 23. Januar etwa 180 Seemeilen vor der Küste Nigerias ereignet. Dabei war ein Mitglied der Besatzung getötet worden. Die Piraten hatten das Schiff namens „Mozart“ nach dem Überfall wieder verlassen. Das Schiff fährt unter liberianischer Flagge und war von der nigerianischen Hauptstadt Lagos nach Kapstadt in Südafrika unterwegs. Die Piraten hatten nach Angaben der Schiffsgesellschaft fünf Tage nach dem Überfall Kontakt aufgenommen. Details der Befreiuungsaktion wurden noch nicht bekannt.

Die Zahl der Piratenangriffe auf den Weltmeeren ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen: Nach Daten des Internationalen Schifffahrtsbüros (IMB) gab es vergangenes Jahr 195 Angriffe – 33 mehr als im Jahr 2019. Besonders betroffen waren der Golf von Guinea, die Meerenge von Singapur und indonesische Gewässer.

dpa/dtj