Parallel zum G20-Gipfel in Antalya fand in der Urlaubsmetropole das B20-Treffen statt, ein Treffpunkt wichtiger Unternehmer aus den 20 wirtschaftsstärksten Ländern der Welt. Diese haben dabei vor allem ihre Sicht der Dinge für eine bessere Welt zum Besten gegeben.

Unter den Teilnehmern war auch Ali Koç, Vorstand des türkischen Mega-Konzerns Koç Holding. Die Koç Holding ist das größte türkische Unternehmen und das einzige türkische, das auf der Forbes-Liste der 500 größten Unternehmen der Welt ist (2015 auf Platz 381). Entsprechend ist der Koç-Clan eine der reichsten Familien der Türkei.

Ali Koç erregte mit seiner Rede Aufsehen, weil der Großunternehmer den bestehenden Kaptalismus heftig kritisierte. „Um die Ungleichheit zu beseitigen muss der Kapitalismus beseitigt werden. Ich glaube, dass er auf ein Minimum reduziert werden sollte. Das eigentlich Problem ist der Kapitalismus,“ sagte er vor internationalen Unternehmern. So seien nach dem 2. Weltkrieg die Einnahmen zwar um das 50-fache angestiegen, aber die Verteilung dieser ungerechter denn je. „Um hierbei die Ungerechtigkeit zu verstehen, muss man nicht Einstein sein“, unterstrich der Geschäftsmann in seiner Rede.

In den sozialen Medien wird Koçs Rede seitdem heftig diskutiert. „Dass er das auf diese Weise kritisiert ist normal und seine Feststellungen realistisch,“ kommentierte der Wirtschaftsexperte Uğur Civelek.