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Der Theologe Nevzat Yaşar Aşıkoğlu bleibt Vorstandsvorsitzender des deutsch-türkischen Moscheeverbandes Ditib. Die Mitgliederversammlung des größten islamischen Verbands in Deutschland bestätigte den Religionspädagogen am Sonntag in seinem Amt. Der 1984 in Köln gegründete bundesweite Verband hat nach eigener Darstellung 960 Vereine als Mitglieder.

Dem Vorstand gehören außerdem die Psychologin Emine Seçmez, der Mufti und stellvertretende Vorsitzende des Obersten Religionsrates der Ditib, Ahmet Dilek, der Theologe Abdurrahman Atasoy, der Vorsitzende des Landesverbandes NRW-Köln, Irfan Saral, der Vorsitzende des Landesverbandes Rheinland-Pfalz, Yılmaz Yıldız, und Gründungsmitglied Nihat Özkan an.

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Die Ditib steht seit längerem wegen ihrer engen Verbindungen zur türkischen Regierung in der Kritik. Kritiker bezeichnen sie als verlängerten Arm der Regierung Erdogan in Deutschland.

Türkischer Diyanet-Chef nimmt an Vorstandswahlen teil 

An der Veranstaltung nahm laut Pressemitteilung auch der Präsident der türkischen Religionsbehörde Diyanet, Ali Erbaş, teil. Er versicherte den Angaben zufolge, dass die von Diyanet entsandten Imame „ausschließlich religiöse Aufgaben haben. Sie lehren Toleranz, Respekt, Geschwisterlichkeit, Wahrung der Menschenwürde und Verbot der Diskriminierung.“ Zugleich unterstrich er, dass die theologische Begleitung der Ditib durch die türkische Diyanet eine hohe Bedeutung habe.

Wahl der DITIB war lange hinausgezögert worden

Laut „Spiegel“ war die Wahl lange hinausgezögert worden, weil die Organisation massiv in der Kritik stand: Imame sollen vermeintliche Anhänger der umstrittenen Gülen-Bewegung bespitzelt haben. Experten wie der Grünenpolitiker Volker Beck fordern, dass sich die Ditib unabhängig vom türkischen Staat machen müsse.

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KNA/dtj
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