Beim offiziellen Besuch des iranischen Staatspräsidenten Hasan Ruhani in Frankreich Mitte November wird es kein Festessen zu Ehren des Gastes geben. Nach Informationen des französischen Rundfunks RTL haben unterschiedliche Vorstellungen beider Seiten zur Absage des Festessens geführt.

Laut RTL, das sich auf diplomatische Kreise berief, wollte die iranische Seite erreichen, dass beim Essen kein Alkohol ausgeschenkt wird. Als Grund wurde der islamische Glaube genannt. Ferner wurde darauf bestanden, dass sämtliche Gerichte aus Halal-Produkten bestehen sollten.

Doch dieser Wunsch sei von der französischen Seite entschieden zurückgewiesen worden. Er sei „mit den Werten der laizistischen Republik nicht vereinbar“. Daraufhin habe die französische Seite als Ausgleich ein Frühstück vorgeschlagen. Diese Idee wiederum sei von der iranischen Seite abgelehnt worden, da man ein Frühstück als zu „einfach und unangemessen“ empfinde. Nun soll es beim Besuch gar kein gemeinsames Essen geben.

Vom Élysée-Palast wurde die Meldung bisher weder bestätigt noch dementiert.