Soldaten sitzen und Essen Weizensuppe und Brot
Weizensuppe und Brot als Gedenken an opferbereite Soldaten

Wenn am 24. April in der Türkei das 100-Jahr-Jubiläum des Sieges der osmanischen Armee bei der Schlacht von Gallipoli begangen wird, wird das Mausoleum des Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk erstmals rund um die Uhr geöffnet bleiben.

Die Schlacht in der Dardanellenstraße im Jahre 1915 fand im Bezirk Gallipoli der Provinz Çanakkale statt. Die Osmanen konnten dabei die alliierten Invasionskräfte im Ersten Weltkrieg daran hindern, nach Istanbul durchzudringen, das im Falle einer erfolgreichen Operation eingenommen hätte werden sollen.

Zahlreiche Historiker halten die erfolgreiche Verteidigung der Dardanellen durch das von Mustafa Kemal geführte 57. Infanterieregiment für entscheidend hinsichtlich des Durchbruchsversuches. Nachdem es gelungen war, den Vormarsch der Alliierten aufzuhalten, gab es noch über einige Monate hinweg Stellungsgefechte, ehe sich die Angreifer vollständig zurückzogen.

In der Nacht vom 24. auf den 25. April wird in diesem Jahr erstmals das Atatürk-Mausoleum Anıtkabir – mit Ausnahme des Museumstraktes – geöffnet bleiben.

Wirtschaftsverband und Armee organisieren Gedenken am Anıtkabir 

Während der Zeremonie, die gemeinsam durch den Verband der Industriellen, Unternehmer und Investoren (SAGİYAD) und die militärische Einheit im Anıtkabir organisiert werden wird, wird man „Friedenslaternen“ in den Himmel steigen lassen.

Am 25. April wird der türkische Rote Halbmond den Besuchern Weizensuppe und Brot reichen, das bescheidene Menü des 57. Infanterieregiments, als vor 100 Jahren die alliierte Invasion begann.

Die Militäreinheit des Anıtkabir wird zudem bisher unveröffentlichtes Filmmaterial über den Krieg aus ihren Archiven vorführen. Die Zeremonie wird mit einer Kranzniederlegung am Mausoleum am Morgen enden, zu der Soldaten in den Uniformen, die ihre Vorväter einst in Gallipoli getragen hatten, Wache schieben werden.