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Erneut haben türkische Staatsbürger in Griechenland Asyl beantragt. Die griechische Küstenwache griff auf der kleinen Ostägäisinsel Inousses 17 Menschen auf, die von der naheliegenden türkischen Küste übergesetzt hatten.

Sie hätten Asyl beantragt und erklärt, sie seien Staatsbedienstete mit ihren Familien, die in der Türkei politisch verfolgt würden, sagte ein Offizier der griechischen Küstenwache der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag.

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Bei den Flüchtlingen handele es sich um sieben Männer, vier Frauen und sechs Minderjährigen, berichtete das griechische Staatsradio (ERA-Ägäis). Die Gruppe hatte am Sonntagabend aus der Türkei nach Griechenland übergesetzt. Ihr Asylantrag soll aus Sicherheitsgründen in Piräus bearbeitet werden. Die Flüchtlinge sollten am Dienstagabend in Polizeibegleitung zum Festland gebracht werden.

Nach Angaben der griechischen Asylbehörde hätten seit dem Putsch in der Türkei im Sommer 2016 mehr als 1800 türkische Bürger in Griechenland politisches Asyl beantragt. Vergangene Woche war eine per Notstandsdekret entlassene türkische Lehrerin mit ihren zwei Kindern bei einem Fluchtversuch nach Griechenland im Grenzfluss Evros ertrunken.

Unter dem nach dem Putschversuch vom Juli 2016 ausgerufenen Ausnahmezustand kann Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan per Dekret regieren. Die türkische Führung macht den in den USA lebenden islamischen Prediger Fethullah Gülen für den gescheiterten Putsch verantwortlich und geht gegen angebliche Gülen-Anhänger, aber auch gegen Oppositionelle vor. Die aktuelle Anzahl der entlassenen Staatsbediensteten beträgt nach offiziellen Angaben mehr als 110 000.

dpa

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