Windkraftanlagen in Gaziantep, Türkei.

Der Versorger EnBW treibt die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien voran und hat einen zweiten Windpark in der Türkei in Betrieb genommen. Der Start der Anlage in Balabanlı sei ein wichtiges Zwischenziel, um mit dem türkischen Partner Borusan bis 2020 eine Kapazität von 2000 Megawatt aus erneuerbaren Energien aufzubauen, sagte EnBW-Vorstandschef Frank Mastiaux am Donnerstagabend in Istanbul.

Zusammen mit einem ersten Windpark sowie zwei Wasserkraftwerken bietet das deutsch-türkische Gemeinschaftsunternehmen nun eine Leistung von 161 Megawatt. Bei einer Feier in Anwesenheit des baden-württembergischen Wirtschaftsministers Nils Schmid (SPD) wurde auch der Grundstein für den Bau von fünf weiteren Windkraftprojekten mit einer Kapazität von insgesamt 207 Megawatt gelegt. In der westtürkischen Ortschaft Balabanlı sollen 22 Windturbinen Strom für rund 43 000 Haushalte erzeugen.

Die Windenergie wird auch in der Türkei mithilfe öffentlicher Förderung ausgebaut. Mittlerweile beläuft sich die Gesamtleistung auf 3000 MW. Ein Ersatz für konventionelle Energieträger wird sie jedoch auch weiterhin nicht sein können. (dpa/dtj)