BVB-Star Nuri Şahin fällt für die abschließenden WM-Qali-Spiele gegen Estland und Holland aus.

Nationaltrainer Fatih Terim verkündete am vergangenen Wochenende das Aufgebot der türkischen Nationalmannschaft für die beiden restlichen WM-Qualifikationsspiele gegen Estland (11. Oktober in Talinn) und die Niederlande (15. Oktober in Istanbul). Vorgesehen war auch Dortmund-Spielmacher Nuri Şahin, der sich jedoch beim letzten Bundesliga-Spiel des deutschen Vizemeisters bei Borussia Mönchengladbach eine Verletzung zuzog und somit die Länderspiele aus seinem Terminkalender streichen muss.

Drei Wochen Zwangspause

Kurz vor Abpfiff in der 89. Minute verließ Nuri Şahin verletzungsbedingt das Feld beim Borussen-Duell in Mönchengladbach. Der 25-jährige Mittelfeldspieler leidet an einem Teilriss des Außenbandes im rechten Sprunggelenk und musste in der Schlussphase Koray Günter seinen Platz überlassen. Nach der 0:2-Niederlage der Dortmunder im Borussia-Park vermeldete BVB-Mannschaftsarzt Dr. Markus Braun, dass Şahin voraussichtlich zwei bis drei Wochen ausfallen werde.

Alper Potuk und Hakan Calhanoğlu stehen bereit

Gegen Estland und die bereits qualifizierten Gruppensieger aus den Niederlanden war Şahin standesgemäß im Mittelfeldzentrum mit Selçuk İnan und Mehmet Topal eingeplant. Nationaltrainer Terim stehen nun noch Alper Potuk und Hakan Çalhanoğlu zur Auswahl, die die Rolle des 43-maligen türkischen Nationalspielers übernehmen könnten. Beide Youngsters, die bisher nur ein Länderspiel für die Türkei bestritten haben, dürfen sich also demnach Hoffnungen auf einen Platz in der Startelf machen. Denn auch Spielgestalter Oğuzhan Özyakup befindet sich nach seiner Verletzung noch im Aufbautraining bei Beşiktaş und wurde erst gar nicht nominiert. Die Türkei muss beide Spiele gewinnen, um Platz zwei zu schaffen. Doch selbst der zweite Platz könnte für die Playoff-Spiele nicht reichen, da der schlechteste Zweitplatzierte aus den neun Gruppen ausscheidet. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Kriterium beim Terim-Team am Ende zutrifft, ist bei aktuell nur 13 Punkten recht groß. Zudem ist man auf die Schützenhilfe der Holländer angewiesen, die den aktuellen 2. Ungarn am Freitag besiegen müssten.

Dieser Kader soll das Wunder verwirklichen:

Tor: Volkan Demirel (Fenerbahçe), Tolga Zengin (Beşiktaş), Onur Kıvrak (Trabzonspor).

Abwehr: Semih Kaya (Galatasaray), Hasan Ali Kaldırım, Gökhan Gönül (beide Fenerbahçe), Aykut Demir (Trabzonspor), Ersan Gülüm (Beşiktaş), Ömer Toprak (Bayer 04 Leverkusen), Salih Dursun (Kayserispor).

Mittelfeld: Hakan Calhanoğlu (Hamburger SV), Alper Potuk, Mehmet Topal, Caner Erkin (alle Fenerbahçe), Selçuk İnan (Galatasaray), Gökhan Töre, Olcay Şahan (beide Beşiktaş), Arda Turan (Atletico Madrid), Olcan Adın (Trabzonspor).

Sturm: Umut Bulut, Burak Yılmaz (beide Galatasaray), Mustafa Pektemek (Beşiktaş), Cenk Tosun (Gaziantepspor).