ARCHIV - Der Ministerpräsident der Türkei, Binali Yildirim, spricht am 18.01.2018 in Ankara (Türkei) zu den Sicherheitschefs der Türkei. Foto: Pool Prime Ministry Press Service/dpa
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Angesichts der Militäroperation der Türkei im Nordwesten Syriens gegen kurdische Milizen hat der türkische Ministerpräsident die USA scharf kritisiert. «Ein Land, das wir unseren Partner nennen und mit dem wir jahrelang in der Nato und in der Region zusammengearbeitet haben, hat sich nun an Terrororganisationen geklammert», sagte Binali Yildirim am Donnerstag in der Hauptstadt Ankara. Das sei eine «sehr schmerzliche und fatale Situation» und eine «sehr entwürdigende Sache für Amerika».

Die am Samstag begonnene türkische Offensive in Syrien richtet sich gegen die mit den USA verbündeten YPG in der Region Afrin. Die Türkei sieht die YPG als syrischen Ableger der Terrorganisation PKK und damit ebenfalls als Terrororganisation.

Zusätzliche Truppen an die syrische Grenze geschickt

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Der Sender NTV berichtete, die Türkei habe zusätzliche Truppen an die syrische Grenze geschickt. Yildirim sagte, die Offensive in Syrien gehe wie geplant weiter. Nach neuesten Angaben sollen mehr als 300 gegnerische Kämpfer «neutralisiert» worden sein. Mit «neutralisiert» ist in der Regel getötet gemeint, der Begriff kann aber auch verletzt oder gefangen genommen bedeuten. Die Türkischen Streitkräfte hatten die Zahl der «neutralisierten» gegnerischen Kämpfer am Vorabend mit 287 angegeben. Eine Bestätigung der YPG dafür gab es nicht.

dpa/dtj

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