Die Krise in Griechenland trifft nicht nur die heutigen Generationen, sondern auch die zukünftigen des Landes. Nach einer Meldung der Zeitung Kathimerini ist die Zahl der Abtreibungen im Land wegen der Krise um 50 Prozent gestiegen. Während im 11-Millionen-Land vor zehn Jahren im Jahr 200.000 Abtreibungen vorgenommen wurden, betrüge die Zahl nun 300.000.

Die Zeitung, die ihre Zahlen auf eine Konferenz in Athen zum Thema Familienplanung stützt, meldet, dass auch die Zahl der Fehlgeburten um das Doppelte gestiegen sei. Mit der Krise sei die Rate der Fehlgeburten von zwei auf vier Prozent gestiegen. Die Zahl der Geburten in staatlichen Krankenhäusern sei um 30 Prozent zurückgegangen.

Auch Zahl der Selbstmorde steigt

40 Prozent der Schwangerschaften in Griechenland endeten mit Abtreibung, wobei viele Frauen ihre Schwangerschaften mit Medikamenten und ohne medizinische Begleitung abbrechen würden. Anderen Meldungen zufolge ist auch die Zahl der Selbstmorde in Griechenland gestiegen.

Vor der Krise gehörte Griechenland zu den Ländern mit der weltweit niedrigsten Selbstmordrate.