Basel: Türkin wird geschlagen – niemand hilft

Eine aus der wurde in einer Basler Straßenbahn angepöbelt und . Doch was E.B., die zum Zeitpunkt des Übergriffs ein trug, noch mehr Schmerzen bereitete, war die fehlende Zivilcourage in der vollen Straßenbahn. Das berichtet die kostenlose Schweizer Pendlerzeitung „20 Minuten“.

Als die Doppelbürgerin mit ihrer Mutter auf der Straßenbahnlinie 8 am 4. November nach einem Moscheebesuch auf dem Weg nach Hause war, stieg eine Gruppe junger Menschen ein. Sie hätten gebrüllt, gegen die Scheiben eingeschlagen und einen streitlustigen Eindruck gemacht, erzählt die Mutter. Sie hätten unangenehm nah neben der 34-jährigen Türkin und der Mutter gestanden. Diese fühlten sich bedrängt. Die Situation eskalierte, als Mutter und Tochter die Gruppe höflich baten, vorsichtig zu sein und Distanz zu wahren. „Darauf reagierten sie mit verbalen Angriffen. Dass wir zurück in unser Land sollen, gehörte noch zu den harmloseren Beleidigungen, die sie uns an den Kopf geworfen haben“, so die Mutter. Ein Mann und eine Frau hätten E.B. dann aus der Gruppe gelöst, sie am Kopftuch gezogen und ihr mit der flachen Hand an den Kopf geschlagen, berichtet die Zeitung.

Doch der eigentliche Schock für die 34-Jährige, die in geboren und aufgewachsen ist, war die fehlende Zivilcourage in der vollen Straßenbahn. Bloßgestellt zu werden und keine Hilfe zu bekommen, sei eine schlimme Erfahrung gewesen.

„Ich habe mich in der Schweiz immer wohl und willkommen gefühlt – bis auf heute. Der Grund dafür? Heute trug ich ein Kopftuch“, schrieb die Frau später auf Facebook.