Rabbiner: Juden sollen Kiew verlassen

Aus Furcht, im derzeitigen politischen Chaos der Ukraine zum Opfer zu werden, hat der ukrainische Rabbiner Moshe Reuven Azman die Juden von Kiew dazu aufgerufen, die Stadt und sogar das Land zu verlassen. Das berichtete die Tageszeitung Maariv am vergangenen Freitag.

Ich habe meiner Gemeinde empfohlen, das Stadtzentrum oder gleich die Stadt, besser noch das Land zu verlassen, so Rabbiner Azman gegen端ber Maariv. Ich m旦chte das Schicksal nicht herausfordern, aber es gibt fortw辰hrend Anzeichen daf端r, dass j端dische Einrichtungen angegriffen werden k旦nnten.

Nach dem Maariv-Bericht lie Azman bereits die Schulen der j端dischen Gemeinde schlieen, h辰lt jedoch dreimal t辰glich Gebete ab. Er sagte, die israelische Botschaft habe die j端dischen Gemeinde angewiesen, ihre H辰user nicht zu verlassen.

Edward Dolinsky, Chef des Dachverbandes Ukrainischer Juden, beschreibt die Situation in Kiew als verheerend. Gegen端ber Maariv sagte er: Wir haben Auenminister Avigdor Lieberman um Hilfe bei der Sicherung der Gemeinde gebeten.

Minderheiten in Bedr辰ngnis

Die Protestler hatten am Samstag die Kontrolle 端ber das Stadtzentrum erlangt, nachdem ein vom Westen eingef辰deltes Abkommen zwischen der Regierung und der Opposition unterschrieben wurde, das die seit drei Monaten anhaltende politische Krise im Land beenden soll.

Die Juden sind nicht die einzige Minderheit in der Ukraine, die im Zuge der politischen Destabilisierung des Landes einer ungewissen Zukunft entgegensieht. Die sunnitisch-muslimischen Krimtataren bef端rchten die Ausweitung der Gewalt auf die Halbinsel Krim, wo 300.000 ihrer Landsleute leben. Sie bef端rchten ethnische Konflikte, sollte sich die Krim von der Ukraine l旦sen und Russland den Status einer Schutzmacht 端bernehmen.

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