Politik
Erdogan verteidigt S-400-Kauf von Russland - USA besorgt
Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat den Kauf des russischen Raketenabwehrsystems S-400 durch die Türkei gegen Bedenken von Nato-Partnern verteidigt.
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Von dtj-online13. September 2017
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Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hat den Kauf des russischen Raketenabwehrsystems S-400 durch die Türkei gegen Bedenken von Nato-Partnern verteidigt. «Weil wir hier ein S-400-Abkommen abgeschlossen haben, sind sie wahnsinnig geworden», sagte Erdogan am Mittwoch vor Bürgermeistern in Ankara. «Sollen wir etwa auf Euch warten? Dann nehmen wir das eben selbst in die Hand und ergreifen in allen Sicherheitsfragen unsere Maßnahmen.» Erdogan kritisierte eine mangelnde Bereitschaft westlicher Staaten, der Türkei Waffen zu liefern. «Amerika und Israel haben jahrelang regelrechte Haarspalterei betrieben, um uns keine Drohnen zu geben.» USA zeigt sich besorgt Das US-Außenministerium hatte sich am Dienstag besorgt über die nach Angaben Moskaus und Ankaras bereits erfolgte Vertragsunterzeichnung für den Kauf des S-400-Systems geäußert. Ministeriumssprecherin Heather Nauert sagte, nach der Vereinbarung der Nato-Staaten müssten die jeweils eingesetzten Systeme zusammenarbeiten können. Da diese Voraussetzung im Fall des S-400-Systems nicht gegeben sei, «besorgt uns das». Auch die Nato hatte am Dienstag darauf verwiesen, dass die Türkei als einziger Bündnispartner das S-400-System einsetzen wolle. Die Türkeiist seit 1952 Nato-Mitglied. [paypal_donation_button] dpa/dtj
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