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Türkischen Städten geht das Wasser aus

Dürre, marode Wasserleitungen und ein gestiegener Verbrauch: Türkische Großstädte kämpfen mit Wasserknappheit. Besonders dramatisch ist die Lage in Istanbul. Dort könnte das Wasser in weniger als 45 Tagen ausgehen. Den türkischen Großstädten geht das Wasser aus. Nach zwei regenarmen Jahren gab es au

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Von Kreitewolf20. Januar 2021
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Dürre, marode Wasserleitungen und ein gestiegener Verbrauch: Türkische Großstädte kämpfen mit Wasserknappheit. Besonders dramatisch ist die Lage in Istanbul. Dort könnte das Wasser in weniger als 45 Tagen ausgehen. Den türkischen Großstädten geht das Wasser aus. Nach zwei regenarmen Jahren gab es auch in diesem Winter bislang zu wenig Niederschlag. In Ankara, Istanbul und Izmir wird das Trinkwasser knapp. Ali Uğurlu, Vorsitzender der türkischen Ingenieurskammer, sagte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland": „Das Wasser reicht noch für maximal 45 Tage.“ Die Stauseen, aus denen Istanbul ihr Trinkwasser bezieht, sind nur noch zu 19 Prozent gefüllt. Zum Vergleich: 2019 waren es noch 83 Prozent. Neben der anhaltenden Dürre ist dafür auch der gestiegene Wasserverbrauch der Bevölkerung verantwortlich. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt in einigen Städten rund doppelt so hoch wie in Deutschland. Die sechs Millionen Einwohner Ankaras konsumieren zum Beispiel pro Kopf am Tag 250 Liter Wasser. Marode Leitungen und Bevölkerungswachstum Hinzu kommen marode Leitungen. Allein in Istanbul gehen rund 22 Prozent des Trinkwassers verloren, weil es auf dem Weg zum Verbraucher versickert. Die Instandhaltung der Abertausende Kilometer langen Wasserleitungen ist für die Behörden kaum zu stemmen. Und das Bevölkerungswachstum in den Städten lässt den Verbrauch weiter steigen. Das Beispiel Istanbul zeigt auch hier die enormen Ausmaße dieses Trends: Die Einwohnerzahl der Metropole hat sich in den vergangenen 25 Jahren mehr als verdoppelt. Unter dieser Last kollabiert das Wassermanagement der Stadt allmählich. Menschen sollen für Regen beten Die Lage ist so dramatisch, dass die Religionsbehörde Diyanet bereits am 11. Dezember dazu aufrief, für Regen zu beten. Zwar folgten zahllose Gläubige dieser Devise. Geholfen hat es bislang aber nichts, schnelle Hilfe scheint nicht in Sicht. Die türkische Regierung plant aktuell circa 150 neue Staudämme. Doch ihr Bau wird Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern. Bis dahin gilt: Wasser sparen und auf Niederschlag hoffen. In den nächsten Tagen soll laut aktueller Wetterlage kein Regen in Istanbul fallen.

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