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Weltklimagipfel COP31 in der Türkei: Merz bleibt fern – und Tarkan steuert neuen Song bei
Balabanlı: Windkraftanlagen erzeugen im Nordwesten der Türkei Strom. Die Weltklimakonferenz COP31 findet vom 9. bis 20. November im türkischen Antalya statt. Foto: dpa

Weltklimagipfel COP31 in der Türkei: Merz bleibt fern – und Tarkan steuert neuen Song bei

Beim Weltklimagipfel COP31 in Antalya stehen Klimafinanzierung und der Ausbau erneuerbarer Energien im Mittelpunkt. Rund 100.000 Teilnehmer werden erwartet, darunter zahlreiche Regierungsvertreter.

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Von dtj-online7. November 2026
4 Min. Lesezeit
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Am Montag wird in Antalya der 31. Weltklimagipfel der Vereinten Nationen, der COP31, beginnen. Anberaumt ist er bis zum 20. November. Am 11. und 12. November werden auch Staats- und Regierungsvertreter anwesend sein und ein Gipfeltreffen abhalten.

Die Türkei ist Gastgeber und stellt den COP-Präsidenten, die formalen Verhandlungen wird Australiens Klimaminister Chris Bowen führen. Der türkische Umweltminister Murat Kurum erklärte, 91 Staats- und Regierungschefs hätten ihre Teilnahme zugesagt. Es würden Delegationen aus 196 Ländern und rund 300 Minister erwartet.

Merz verzichtet auf Teilnahme an COP31 – USA nicht auf Regierungsebene vertreten

Bundeskanzler Friedrich Merz wird nicht dabei sein. Er verweist auf seinen vollen Terminkalender, der eine Anreise nicht zulasse. Als höchstrangiger Vertreter Deutschlands wird Bundesumweltminister Carsten Schneider anreisen. Er wird in der zweiten Konferenzwoche das volle Mandat der Bundesregierung wahrnehmen. Zuvor leitet Umweltstaatssekretärin Heike Henn die deutsche Delegation, begleitet vom Entwicklungspolitischen Staatssekretär Johann Saathoff.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan wird als Gastgeber und COP-Präsident vor Ort sein. Auch der kürzlich wiedergewählte Präsident Luiz Inácio Lula da Silva aus Brasilien wird anreisen. Von den europäischen Ländern wird jedenfalls Großbritannien durch einen Regierungschef – Premierminister Andy Burnham – vertreten sein.

Die USA werden nicht auf Regierungsebene dabei sein. Allerdings haben sich eine Delegation des Kongresses und Wirtschaftsvertreter angekündigt. Ein unabhängig verifizierbares, vollständiges Teilnehmerverzeichnis liegt bislang nicht vor.

Klimafinanzierung und erneuerbare Energien im Mittelpunkt

Die Teilnehmer hoffen auf belastbare Schritte zur Umsetzung des auf dem COP29-Gipfel beschlossenen Ziels, bis 2035 jährlich mindestens 300 Milliarden US-Dollar für Entwicklungsländer zur Verfügung zu stellen. Damit soll es diesen ermöglicht werden, in Maßnahmen zur Klimaanpassung und zum Schutz vor Wetterextremen zu investieren.

Fraglich ist, ob es weitere Schritte zu einem Ausstieg aus fossilen Energien geben wird. Realistischer erscheinen weitere Verpflichtungen oder Finanzierungszusagen zum Ausbau der Elektrifizierung und der Infrastruktur zu erneuerbarem Strom. Bezüglich der Kernenergie bleibt die Linie uneinheitlich, allerdings wächst die Zahl der Länder, die darin eine wichtige Übergangstechnologie sehen.

Am COP31 werden voraussichtlich etwa 100.000 Menschen teilnehmen – von Delegierten über Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Presse. Viele reisen aus aller Welt mit dem Flugzeug an, was mancherorts Anlass zu sarkastischen Kommentaren über den CO2-Abdruck der Veranstaltung gibt. In der Türkei selbst bemüht man sich jedoch um einen betont emissionsarmen Transport für die Teilnehmer.

Emissionsarmer Transport für COP31-Teilnehmer

Insgesamt 25 Kommunen haben dafür eine – vollständig in der Türkei hergestellte – Flotte von 630 emissionsarmen Bussen zur Verfügung gestellt. Außerdem gibt es einen Fuhrpark mit 71 Elektrobussen sowie 233 mit Erdgas und sauberen Dieseltechnologien betriebenen Fahrzeugen für individuellen Bedarf. Diese sollen die Delegierten zwischen Konferenzgelände, Hotels, Verkehrsknotenpunkten und Stadtzentrum befördern. Auf diese Weise will man Folgen für Verkehr und Umwelt in der Region während der Großveranstaltung minimieren. Anlässlich des COP31 bekommt Antalya auch eine neue Erdgas-Tankstelle für Busse.

Außerdem hat der türkische Popstar Tarkan seinen aus dem Jahr 2008 stammenden Hit „Uyan“ in einer neuen Version mit dem Titel „Wake Up“ wiederveröffentlicht. Türkischsprachige Passagen des Originals werden um englischsprachige ergänzt.

Mit dem Titel will der Künstler ein internationales Publikum erreichen und für stärkere Anstrengungen zugunsten des Klimaschutzes werben. In sozialen Medien äußert Tarkan die Hoffnung, auf diese Weise Bewusstsein zu schaffen und Menschen zu gemeinsamem Engagement zu motivieren. Gegenüber Medien äußerte er: „Die Zeit läuft ab. Wir müssen handeln, bevor es zu spät ist. Es gibt keine Alternative dazu, aufzuwachen und diejenigen aufzuwecken, die noch schlafen.“

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