10.03.2021: Der stellvertretende türkische Außenminister Sedat Önal traf kürzlich in Doha den US-Sonderbeauftragten für die Versöhnung Afghanistans, Zalmay Khalilzad. Foto: MFA TR

Die Türkei soll nach eigenen Angaben Gastgeberland afghanischer Friedensgespräche werden. Die Verhandlungen der afghanischen Regierung mit den Taliban könnten im April stattfinden.

Ankara werde dazu einen Sondergesandten ernennen. Ein konkretes Datum sowie Details zum Inhalt der Gespräche wurden vorerst nicht genannt.

Zuvor hatte das russische Außenministerium mitgeteilt, Russland werde am 18. März in Moskau ein Treffen von Vertretern der Taliban, der afghanischen Regierung, der USA, Chinas und Pakistans ausrichten. Ehrengast sei Katar, hieß es. Moskau konkurriere dabei nicht mit Katar oder jemand anderem.

Schwung nach Biden

Die USA wollen den Friedensprozess in Afghanistan beschleunigen. Das teilte der US-Sondergesandte Zalmay Khalilzad letzte Woche nach einem dreitägigen Besuch in der afghanischen Hauptstadt Kabul mit. Bei seinen Treffen mit Vertretern der Regierung, Zivilgesellschaft und anderen Politikern habe er betont, die USA wollten auf Diplomatie setzen und auf breitere internationale Unterstützung, um schnellere Fortschritte im Friedensprozess zu erzielen.

Der Sondergesandte und sein Team hätten „verschiedene Optionen“ in Kabul diskutiert, um den Prozess voranzutreiben und seien auf breite Unterstützung für die Notwendigkeit, schneller voranzukommen, gestoßen. Es war der erste Besuch Khalilzads in Kabul unter dem neuen US-Präsidenten Joe Biden. Lokale Medien berichteten, die USA hätten eine große, internationale Afghanistan-Konferenz vorgeschlagen, bei der die Vereinten Nationen eine gewichtige Rolle spielen sollten.

dpa/dtj