In der Nacht auf Montag gab es einen Anschlag auf die Ditib-Moschee in Minden. Die Mitglieder sind besorgt und beunruhigt. 

Von dtj-online 

Die Mindener Moscheegemeinde ist nach dem Anschlag auf die Vereinsräumlichkeiten beunruhigt. „Unsere Mitglieder machen sich Sorgen“, sagte Moscheevorsitzender Sebahattin Gigdem auf Anfrage dieser Zeitung: „Das Telefon klingelt schon den ganzen Tag und jeder will wissen, was los ist.“

In der Nacht auf Montag sollen vier dunkel gekleidete und vermummte Personen das Moscheelokal mit Gläsern und Steinen beworfen haben. An den Wänden des Lokals waren Schriftzüge wie „Rache für Afrin“ zu lesen. Demnach geht Vorsitzender Gigdem von einer politischen Tat aus. Am Samstag startete die Türkei eine Militäroffensive in die syrische Enklave Afrin mit dem Ziel den dortigen Ableger der Terrororganisation PKK zu bekämpfen. 

Gigdem schätzt, dass die Schadenshöhe in fünfstelligem Bereich liegt. Die Polizei habe versprochen, in der Gegend der Moschee regelmäßig Streife zu fahren. 

Türkischer Politiker  will besonderen Schutz türkischer Einrichtungen

Mustafa Yeneroglu, Politiker der regierenden AKP, verurteilte den Angriff auf die Mindener Moschee und machte dafür Anhänger der Terrororganisation PKK verantwortlich. Politik und Sicherheitskräfte seien „mehr denn je in der Pflicht, muslimische bzw. türkische Einrichtungen vor terroristischen Angriffen zu schützen“, so Yeneroglu.