Das in Berlin geplante Gotteshaus von Juden, Christen und Muslimen erhält eine Bundesförderung von 2,2 Millionen Euro. Das Vorhaben wurde in das Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ aufgenommen, wie der „Großstadtbeauftragte“ der Unions-Bundestagsfraktion, Kai Wegner (CDU), am Mittwoch in Berlin mitteilte. Als Ort des interreligiösen Dialogs habe das House of One eine hohe Symbolkraft und werde weit über Berlin hinausstrahlen, erklärte der Generalsekretär der CDU Berlin.

Das „Bet- und Lehrhaus“ soll im Stadtzentrum auf den Fundamenten der kriegszerstörten evangelischen Petrikirche errichtet werden. Es sieht getrennte Gebetsräume für Juden, Christen und Muslime sowie einen Raum der Begegnung vor. Zur Mitarbeit eingeladen sind auch Mitglieder anderer Religionen und Atheisten. Träger des Projekts sind die Evangelische Kirchengemeinde Sankt Petri-Sankt Marien, die Jüdische Gemeinde, das Abraham Geiger Kolleg und das muslimische „Forum für Interkulturellen Dialog“.

Geplant ist ein dreistufiger Ziegelbau in kubischen Formen. Das Konzept stammt vom Berliner Büro Kühn Malvezzi. Es hatte bei einem Architekturwettbewerb vor drei Jahren den ersten Preis erhalten. Auf dem Areal befand sich das historische Zentrum Berlins, dessen Überreste in den vergangenen Jahren ausgegraben wurden. Die Stadt will sie neben dem „Bet- und Lehrhaus“ in einem archäologischen Zentrum präsentieren.

Der Trägerverein will mit den Arbeiten beginnen, wenn zehn Millionen Euro zur Verfügung stehen. Bislang wurden über eine Million Euro von mehr als 1.400 Unterstützern gespendet. Das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ fördert herausragende architektonische Vorhaben. In diesem Jahr stehen dafür rund 50 Millionen Euro bereit. (kna/ dtj)