shutterstock.com

Vor genau einer Woche fand der Terroranschlag auf zwei Moscheen in Christchurch statt. Dabei kamen fast 50 Menschen ums Leben, darunter auch Kleinkinder. Heute fand eine Gedenkveranstaltung vor der Moschee statt. Premierministerin Jacinda Ardern nahm am Freitagsgebet teil.

Neuseeland gedenkt am Freitag den Opfern des Terroranschlags auf zwei Moscheen in Neuseeland. Premierministerin Jacinda Ardern nahm am Freitagsgebet an der Al-Noor-Moschee in Christchurch teil. Das Freitagsgebet wurde live im TV und Radio übertragen. Am frühen Nachmittag vor dem Freitagsgebet haben zudem Menschen aus ganz Neuseeland der Opfer des Terroranschlags von Christchurch gedacht. Die Gedenkveranstaltung fand am von der Al-Noor-Moschee gegenüberliegenden Hagley Park statt.

Neuseeland: Freitag wird zum „Tag der Reflexion“ erklärt

Um 13.32 Uhr Ortszeit schwieg das Land zu Ehren der 50 Menschen, die eine Woche zuvor von einem australischen Rechtsterroristen in zwei Moscheen in Christchurch erschossen worden waren. Die Regierung von Premierministerin Jacinda Ardern hatte den Freitag zum „Tag der Reflexion“ über die Ereignisse und die Folgen des Terroranschlags erklärt. In allen Teilen Neuseelands fanden Veranstaltungen zum Gedenken an die Opfer des Terroranschlags statt; Moscheen luden zum Besuch ein.

Imam: „Herz gebrochen, aber wir sind nicht zerbrochen“

„Unser Herz ist gebrochen, aber wir sind nicht zerbrochen“, sagte der Imam der Al Noor-Moschee in Christchurch, Gamal Fouda, zu den zahlreichen Neuseeländern, die zum gemeinsamen Gebet in den Hagley Park vor der Moschee gekommen waren. Zum Gedenken und in Solidarität mit den Muslimen Neuseelands wurde der Ruf zum islamischen Freitagsgebet live von den Radio- und TV-Sendern sowie im Internet übertragen.

Politiker betonen Einheit Neuseelands

Premierministerin Jacine Ardern wandte sich mit folgenden Worten an die Muslime im Land: „Neuseeland trauert mit Euch. Wir sind eins.“

Bei einer Gedenkveranstaltung im Kapiti College in Wellington betonte Generalgouverneurin Patsy Reddy die multikulturelle Einheit Neuseelands. „Wir stammen aus vielen verschiedenen Ländern, aus vielen Kulturen, vielen verschiedenen Religionen, aber wir sind ein Volk, wir sind Neuseeländer, wir sind Kiwis“, zitierten Medien aus der Rede der Vertreterin der englischen Königin als Staatsoberhaupt Neuseelands.

KNA/dtj