Der Terroranschlag auf zwei Moscheen in Christchurch hat die ganze Welt schockiert. Doch bei dem Terroranschlag scheinen die Täter das erreicht zu haben, was sie erreichen wollten: mediale Aufmerksamkeit! Der Täter hat den Anschlag live gestreamt und dafür gesorgt, dass Millionen Menschen das Video sehen. Auch nach der Tat wurde das Video mehrfach unzensiert geteilt. Die Frage hierbei ist, ob der Täter diese Aufmerksamkeit wirklich verdient hat und damit nicht genau sein Ziel erreicht hat. Die Opfer des Terroranschlags von Christchurch sind dabei eher im Hintergrund geblieben. Doch verdienen nicht eigentlich genau diese die größere Aufmerksamkeit?

Wir glauben doch. Deshalb möchten wir zumindest einige der Opfer vorstellen, damit das Ausmaß dieses schrecklichen Terroranschlags sichtbarer wird. Das heisst natürlich nicht, dass die Motive des Täters in den Hintergrund gedrängt werden sollen. Diese bleiben immer noch hoch relevant und müssen aufgeklärt werden.

Nun zu den Opfern.

Ara Parvin (42)

Ara Parvin ist eine wahre Heldin. Sie kam 1994 mit ihrem Mann von Bangladesch nach Neuseeland. Vor einigen Jahren wurde ihr Mann nach einer Verletzung abhängig vom Rollstuhl. Der Täter hatte bei dem Terroranschlag am Freitag diesen Mann anvisiert. Doch Ara Parvin lies das nicht zu und sprang vor ihren Mann. Dieser blieb am Leben, Ara starb.

2. Naeem Rashid (50) 3. Taha Rashid (21)

Ein weiterer Held ist Naeem Rashid. Auf dem Video sieht man, wie Rashid auf den Täter zugeht und ihn kurzzeitig stört. Der Pakistaner lebte seit neun Jahren in Neuseeland. Rashid arbeitete als Lehrer. Am Freitag war er mit seinem 21-jährigen Sohn Taha beim Gebet. Nicht nur Rashid, sondern auch Taha kamen bei dem Anschlag des rechtsextremen Terroristen ums Leben.

4. Mucad Ibrahim (3)

Wie dreist und feige der Anschlag des rechtsextremen Terroristen war, sieht man am Beispiel des Mucad Ibrahim. Mucad war erst drei Jahre alt. Ob er bei dem Anschlag tatsächlich ums Leben kam, ist noch nicht klar. Sein Bruder sah ihn zuletzt beim Spielen in der Moschee. Sein Vater stellte sich bei dem Anschlag des Terroristen tot und konnte so überleben. Mucad wird weiterhin gesucht.

5. Muca Abdi (3)

Muca Abdi ist ein weiteres Beispiel für den feigen Anschlag. Auch er war erst drei Jahre alt. Muca wird für seine Familie als lächelnder, süßer Junge in Erinnerung bleiben.

6. Atta Elayyan (33)

Atta ist erst vor zwei Jahren Vater geworden. Der Palästinenser hat eine tiefe Verbundenheit zu Neuseeland und spielte auch für das Futsal-Nationalteam als Torhüter. Atta war aber auch Mitentwickler einer Windows-Phone-Software. Kenner beschreiben ihn als humorvollen, talentierten und bescheidenen Menschen.

Quelle: Twitter (@nayadaurpk)

7. Haji Daoud Nabi (71)

Kenner beschreiben den 71-jährigen Haji Daoud Nabi als einen sehr liebevollen Menschen. Sein Sohn Omar sagte laut Spiegel Online, dass sein Vater immer wieder betont habe, dass Liebe und Gemeinschaft die wichtigsten Pfeiler einer Gesellschaft seine. So habe der Afghane auch Flüchtlingen aus Afghanistan bei der Integration in Neuseeland geholfen.

8. Ansi Alibava (25)

Ansi Alibava kam aus Indien, um in Neuseeland zu studieren. Doch der feige Terroranschlag nahm auch ihr das Leben.

Das sind nur einige Geschichten der insgesamt 49 Todesopfer des rechtsextremistischen Terroranschlags von Christchurch. Sie zeigen worauf der feige Anschlag ausgerichtet war: Den Frieden und Zusammenhalt der Gesellschaft zu zerstören. Doch Bilder aus Neuseeland und aller Welt zeigen, dass genau das Gegenteil eingetreten ist.