epa05139150 Atlanta Hawks guard Dennis Schroeder (R) of Germany is defended by Dallas Mavericks forward Dirk Nowitzki (L) of Germany during the second half of their NBA basketball game at Philips Arena in Atlanta, Georgia, USA, 01 February 2016. The Hawks defeated the Mavericks. EPA/ERIK S. LESSER CORBIS OUT (zu dpa "Nach Rücktritt: Schröder will Nowitzki beerben" am 02.02.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Der deutsche Basketballstar Dennis Schröder (22) will erst weit nach seiner Karriere nach Mekka pilgern. Die Pilgerreise mache man eigentlich, „wenn man 50 oder 60 ist, weil man danach ein ruhigeres Leben führen sollte“, sagte der gläubige Moslem der „Bild am Sonntag“. Aber auf alle Fälle sei es sein Ziel, „irgendwann mal dorthin zu fliegen“. Es gibt allerdings auch viele Gelehrte, die empfehlen, im mittleren Alter nach Mekka zu pilgern, da die Wallfahrt einen fitten Körper voraussetzt.

Den Fastenmonat Ramadan könne er als Leistungssportler nicht einhalten, betonte der NBA-Spieler – allein schon wegen des Trainings und der vielen Reisen: „Aber wer nicht fastet, der soll Bedürftigen Geld und Lebensmittel spenden und auch beten. Das mache ich.“

Schröder spielt für die Atlanta Hawks und wird in der kommenden Saison erstmals in seiner NBA-Karriere in der Startformation auflaufen. Das habe ihm sein Coach zugesichert, so Schröder.

Mesut Özil hatte vor kurzem die kleine Pilgerreise nach Mekka unternommen und in den sozialen Netzwerken ein Foto veröffentlicht, das ihn in traditioneller Kleidung vor der Kaaba zeigte, dem quadratischen Gebäude im Innenhof der Heiligen Moschee. Darauf hatten innerhalb weniger Tage mehrere Millionen Nutzer reagiert, die meisten positiv.

Özil selbst hatte außerdem ähnlich wie Schröder jetzt betont, dass er trotz Ramadan während der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich nicht faste: „Das Wetter ist im Sommer zu warm. Wir haben intensive Trainingseinheiten und Spiele. Da ist es für mich unmöglich zu fasten.“ Der seit dem 6. Juni laufende und am Montag zu Ende gehende muslimische Fastenmonat sei „gar nicht“ mit dem Turnier vereinbar.

Für Muslime ist das Fasten, das jeweils im neunten Monat des islamischen Mondjahres stattfindet, eine der fünf Säulen ihrer Religion: Die anderen sind das Glaubensbekenntnis zu Allah als einzigem Gott, das fünfmalige Gebet am Tag, das Almosengeben und das Pilgern nach Mekka.

In diesem Jahr findet die Wallfahrt im September statt. (KNA/dtj)