ARCHIV - Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan (r) und der französische Präsident Emmanuel Macron treffen sich am 25.05.2017 in Brüssel (Belgien) am Rande des Nato-Gipfels. Foto: Eric Feferberg/POOL AFP/AP/dpa
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Vor seinem Besuch bei seinem Amtskollegen Emmanuel Macron in Paris hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die «starke Partnerschaft» mit Frankreich gelobt. 

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«Frankreich ist ein Land, dessen Ansichten und Haltungen zu regionalen und globalen Herausforderungen größtenteils mit unseren übereinstimmen», sagte Erdogan am Freitag vor seinem Abflug in Istanbul. Erdogan wird zu einem Gespräch und einem Mittagessen im Élyséepalast erwartet; anschließend ist eine gemeinsame Pressekonferenz mit Macron angekündigt.

Macron will dabei nach eigener Aussage auch die Lage von in der Türkei inhaftierten Journalisten ansprechen. Nach Angaben aus Paris soll es zudem um den Bürgerkrieg in Syrien und den Nahostkonflikt gehen. Erdogan nannte eine ganze Reihe von Themen, die er mit Macron bereden wolle, darunter die Beziehungen zwischen der Türkei und der Europäischen Union.

Türkischer Außenminister Samstag in Deutschland

Erdogan bemüht sich seit kurzem wieder um eine Annäherung an die EU. Die Beziehungen des Beitrittskandidaten Türkei zum wichtigen EU-Staat Deutschland sind schwer belastet. In Deutschland wird am Samstag der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu bei seinem Amtskollegen Sigmar Gabriel in Goslar erwartet.

Erdogan hatte kürzlich am Rande einer Afrikareise Medienberichten zufolge gesagt: «Wir wollen natürlich, dass unsere Beziehungen zur EU, zu den Ländern der EU, gut sind.» Er hatte auch betont: «Wir müssen die Zahl unserer Feinde verringern und die Zahl unserer Freunde erhöhen.» Die Regierung in Ankara liegt mit mehreren Ländern im Streit, darunter zunehmend auch mit den USA. Nach Angaben Erdogans leben in Frankreich 700 000 Menschen mit türkischen Wurzeln.

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dpa/dtj
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