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Gesellschaft

Es ist Zeit, gemeinsam gegen Rechts aufzustehen!

NSU, der Mord an Walter Lübcke, der Anschlag auf die Synagoge in Halle, Hanau: Rechter Terror bedroht in letzter Konsequenz alle. Rassismus und rechtsextremes Gedankengut haben in diesem Land keinen Platz. Es müssen Taten folgen. Jetzt! Es wird immer schlimmer: Nach der Aufdeckung des NSU schien die

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Von Kreitewolf22. Februar 2020
2 Min. Lesezeit
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NSU, der Mord an Walter Lübcke, der Anschlag auf die Synagoge in Halle, Hanau: Rechter Terror bedroht in letzter Konsequenz alle. Rassismus und rechtsextremes Gedankengut haben in diesem Land keinen Platz. Es müssen Taten folgen. Jetzt! Es wird immer schlimmer: Nach der Aufdeckung des NSU schien die Talsohle erreicht. Nie wieder darf so etwas passieren, hieß es. Alle wichtigen Stimmen in diesem Land verurteilten die Taten der drei ostdeutschen Terroristen und ihrem Unterstützer-Netzwerk. Rechter Terror dürfe in Deutschland keinen Platz haben, verkündete die Bundeskanzlerin energisch. Heute steht fest: Es hat alles nichts gebracht. Hanau, Halle, der Mord an Walter Lübcke beweisen es: Rechter Terror ist in diesem Land (wieder) zu einer bitteren Realität geworden. Egal wie häufig Berliner Politiker gegen Rassismus und Hass aufrufen, egal wie glaubhaft die Zivilgesellschaft trauert und egal wie sehr Twitter von Kondolenznachrichten überquillt. Dass vergangene Woche eine Gruppe von Rechtsradikalen gerade noch rechtzeitig daran gehindert wurde, in Moscheen zu gehen und Gläubige zu töten, geht in diesen Tagen unter. Doch es beweist: 75 Jahre nach Kriegsende gibt es wieder rechten Terror in Deutschland. Wir alle sind bedroht Der Hass auf Fremde und gegen Andersdenkende bringt potenzielle Täter immer häufiger dazu, mit Waffengewalt ihren Ansichten Taten folgen zu lassen. Die Politik tut sich damit traditionell schwer. Wie reagieren auf eine Gefahr, die von einzelnen Individuen ausgeht? Mehr Überwachung? Ein stärkerer Rechtsstaat? Verschärfte Polizeigesetze? Diese Reflexe sind in diesen Tagen mehrheitsfähig. Dennoch verkennen solche Schnellschlüsse die eigentlich Dynamik hinter Taten wie in Hanau. Wir alle sind bedroht, und das muss endlich jeder begreifen. Menschen mit Migrationsgeschichte stehen nicht allein im Fokus der Attentäter. Sie sind zwar Feindbild Nummer eins. Rechtsextreme wie Tobias R., der übrigens Sportschütze war und damit eigentlich unter stetiger Beobachtung stehen sollte, richten sich nämlich gegen alles, was uns wichtig ist: die Grundfeste der Demokratie. Es ist Zeit, gemeinsam aufzustehen! Das dürfen wir nicht zulassen. Für eine offene, tolerante, freiheitliche Gesellschaft gilt es, nun gemeinsam einzustehen. Wir müssen Gesicht zeigen – gegen die Spalter, Hetzer und Feinde der Demokratie. Auch wenn das heißt, dass wir in unangenehme Situationen geraten. Oder uns unwohl fühlen. Oder unsere Komfortzone verlassen müssen. Wir müssen gemeinsam aufstehen – gegen rechte Hetze im Netz wie auf der Straße. Jetzt ist die Zeit. Hier ist der Ort.

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